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Erlich, S. (1999). »Die schwierige Situation der in Deutschland lebenden Juden«. Ein offener Brief. Psyche – Z Psychoanal., 53(11):1188-1190.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(11):1188-1190

»Die schwierige Situation der in Deutschland lebenden Juden«. Ein offener Brief

Shmuel Erlich

Translated by:
Karin Lüders und Hermann Beland

Vorbemerkung der Redaktion

Der im folgenden abgedruckte Brief von Shmuel Erlich, Sigmund Freud-Professor an der Universität Jerusalem, verdient nach Auffassung der Redaktion als Dokument der Auseinandersetzung zwischen Juden und Deutschen, Israelis und in Deutschland lebenden Juden öffentliches Interesse. Wir folgen zugleich einem Wunsch des Autors, wenn wir seinen Brief in der Psyche veröffentlichen.

Der Brief gehört in den Zusammenhang der Gruppenkonferenzen über »Germans and Israelis — The Past in the Present«, die von deutschen und israelischen Psychoanalytikern durchgeführt werden. Diese Konferenzen sind als Instrument zu verstehen, in der Art eines Gruppen-Selbstversuchs die unterschiedlichen unbewußten Auswirkungen des Holocausts auf die individuelle wie auf die Gruppenidentität von Deutschen, Israelis und Juden in Deutschland zu erforschen. Sie folgen in ihrer Organisation dem Modell der Tavistock Gruppenkonferenzen (»Leicester Modell«), sind in dieser Anwendung bisher einmalig und befinden sich als Konferenzen-in-Folge (nach Meinung der Beteiligten) in einem sich vertiefenden Prozeß. Während die ersten beiden Konferenzen in Israel stattfanden, wird die nächste in Deutschland sein (21.–26. 6. 2000 in der Ev. Akademie Nordelbien, Bad Segeberg). Ein Konferenzort in Deutschland wird die psychische Präsenz der Vergangenheit bei allen Beteiligten noch intensivieren.

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