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Vogt, R. (1999). Keilson, Hans: Wohin die Sprache nicht reicht. Essays — Vorträge — Aufsätze 1936 – 1996. Gießen (J. Richer'sche Universitätsbuchhandlung, edition literarischer Salon) 1998. 211 Seiten, 38 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 53(12):1296-1300.

(1999). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 53(12):1296-1300

Buchbeprechung

Keilson, Hans: Wohin die Sprache nicht reicht. Essays — Vorträge — Aufsätze 1936 – 1996. Gießen (J. Richer'sche Universitätsbuchhandlung, edition literarischer Salon) 1998. 211 Seiten, 38 DM.

Review by:
Rolf Vogt

Die Überschrift dieser Sammlung kleinerer Arbeiten aus den verschiedenen Bereichen von Hans Keilsons Schaffen und den verschiedenen Abschnitten seines Lebens ist der Titel eines Aufsatzes, der seine erste psychotherapeutische Begegnung mit einem KZ-Häftling beschreibt. Einfühlsam schildert der Autor sein Scheitern gegenüber der Aufgabe, mit den 12jährigen jüdischen Jungen Esra, der aus dem KZ-Bergen-Belsen kam, wo er seine ganze Familie, Eltern und Geschwister, verloren hatte, über die Sprache Kontakt aufzunehmen. Zu verschieden waren die Welten des Patienten und seines Psychotherapeuten. Was bedeutet die Übernahme des Titels: »Wohin die Sprache nicht reicht« für diese Reihe von Schriften, deren sachliche Aussage notwendigerweise immer auch mit sehr persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen ihres Verfassers verbunden sind? Gibt dieser seinen deutschen Lesern möglicherweise damit einen kleinen Wink, daß zwischen seiner Welt und der ihren eine ähnliche Kluft besteht wie damals zwischen ihm und Esra und daß diese trotz der gemeinsamen Muttersprache von Autor und Leserschaft vielleicht nicht überbrückt werden kann? Wenn ein der deutschen Sprache in so subtiler Weise kundiger Literat und Psychoanalytiker wie Hans Keilson ihre Begrenztheit betont, hat das ein doppeltes Gewicht. Um das zu verstehen, genügt es nicht, sich vorzustellen, daß ein Mann darum ringt, sehr schwierigen Erfahrungen Wort zu verleihen.

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