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Wetzel, M. (2001). Anz, Thomas (Hg.): Psychoanalyse in der modernen Dichtung. Kooperation und Konkurrenz. Würzburg (Königshausen & Neumann) 1999. 231 Seiten, 58 DM.Schneider, Gerhard (Hg.): Psychoanalyse und bildende Kunst. Tübingen (edition diskord) 1999. 393 Seiten. XI Farbtafeln, 64 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 55(4):429-432.

(2001). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 55(4):429-432

Buchbesprechung

Anz, Thomas (Hg.): Psychoanalyse in der modernen Dichtung. Kooperation und Konkurrenz. Würzburg (Königshausen & Neumann) 1999. 231 Seiten, 58 DM.Schneider, Gerhard (Hg.): Psychoanalyse und bildende Kunst. Tübingen (edition diskord) 1999. 393 Seiten. XI Farbtafeln, 64 DM.

Review by:
Michael Wetzel

Das Verhältnis von Psychoanalyse und Ästhetik ist überdeterminiert; nicht nur, weil seit Freud das Diktum zirkuliert, daß die Dichter — und die Künstler überhaupt — schon immer in die Abgründe der Seele geschaut und um deren Geheimnisse gewußt hätten, sondern auch, weil Literatur und Kunst die Bildungsgüter sind, an denen die psychoanalytische Deutung — über ihre klinische Kompetenz hinaus — eine allgemeine kulturgeschichtliche Relevanz gewinnt. In diesem Lichte ist die von Anfang an gesuchte Nähe der Musen zu sehen, die eine Illustration psychopathologischer Befunde durch Beispiele der Weltliteratur und bildenden Kunst ebenso wie einen Vergleich von psychischen Prozessen mit dem Schaffen der kreativen Einbildungskraft möglich macht.

Darüber hinaus hat seit einigen Jahren ein historisches Interesse an der epochalen Affinität von Psychoanalytikern, Dichtern und Künstlern der Jahrhundertwende eingesetzt. Fin de siècle und Ästhetische Moderne sind gewissermaßen zu Leitmotiven für eine kulturelle Krisensituation um 1900 geworden, die sich in den Ausdrucksformen des Ästhetischen ebenso wie in der Entwicklung der Psychopathologie ablesen läßt. In diesem Sinne erinnert der von Thomas Anz in Zusammenarbeit mit Christine Kanz herausgegebene Sammelband zur Bedeutung der Psychoanalyse für die moderne Literatur noch einmal an diese Parallele, wobei zugleich eine latente Ambivalenz zwischen den beiden Bereichen betont wird.

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