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Laub, D. (2001). Postmoderne Rattenfänger: Wie Peter Novick und Norman Finkelstein versuchen, den Holocaust zu entführen. Psyche – Z Psychoanal., 55(6):629-639.

(2001). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 55(6):629-639

Buch-Essay

Postmoderne Rattenfänger: Wie Peter Novick und Norman Finkelstein versuchen, den Holocaust zu entführen

Dori Laub, M.D.

Translated by:
Aus dem Amerikanischen von Irmgard Hölscher

Beide Bücher beschäftigen sich trotz aller Unterschiede im Stil und mehr noch in den Motiven mit einem überraschenden Phänomen: der erstaunlichen Verbreitung der Erinnerung an den Holocaust, der mittlerweile Teil des zeitgenössischen gesellschaftlichen Diskurses in Amerika geworden ist. Vor 30 Jahren hätte wohl niemand so viel Aufmerksamkeit erwartet, denn damals schien der Holocaust fast schon vergessen.

Ich diskutiere beide Bücher in einer Rezension — nicht etwa, weil sie mit einer Stimme sprechen. Peter Novick hat sich in einem Artikel in der Welt (5. 9. 2000) unumwunden gegen Finkelsteins Buch gewandt und es als »Haßtiraden eines Besessenen« bezeichnet, »die zur kritischen Diskussion um Wiedergutmachung und Holocaust-Gedenken nichts [beitragen]«. Dennoch und trotz dieses Einspruchs müssen beide Bücher zusammen rezensiert werden, weil sie dem neuen Diskurs über historische Erinnerung angehören. Beide gehen von einer gemeinsamen These aus — der These, daß historische Erinnerung nicht als eigenständig existierende Tatsache verstanden und erklärt werden kann, sondern nur in ihrer begrenzten Funktion bei der Erfüllung der jeweiligen Bedürfnisse der Gegenwart. Novick zieht die Theorie des französischen Soziologen Maurice Halbwachs zum kollektiven Gedächtnis als »Erklärungsmodell« heran: »Anstatt das kollektive Gedächtnis als die Art zu betrachten, in der die Vergangenheit der Gegenwart ihren Willen aufzwingt, untersuchte Halbwachs, wie die Belange der Gegenwart bestimmen, was wir von der Vergangenheit erinnern und wie wir es tun« (14).

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