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Buchholz, M.B. (2001). Roth, Philip: The Human Stain. New York (Vintage Books) 2001 361 Seiten, $ 14.. Psyche – Z Psychoanal., 55(12):1332-1335.

(2001). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 55(12):1332-1335

Buchbesprechung

Roth, Philip: The Human Stain. New York (Vintage Books) 2001 361 Seiten, $ 14.

Review by:
Michael B. Buchholz

Roth ist vielen Lesern in Deutschland bekannt. In seinen Büchern ist die Auseinandersetzung mit eigener Lebenszeit, jüdischer Identität und Fremdheit sowie kulturellen und politischen Bedrängnissen der Gegenwart beständiges Thema. Soweit ein Autor wie Roth sich der Gegenwarts-Themen annimmt, hat beinah alle Konkurrenz aus Sozialwissenschaft oder anderen Feldern ausgespielt. Die nüchterne Erzählung von Fremdheit und Entfremdung ergreift anders als psychotherapeutische Fachtexte. Traumata sind menschliche Verhältnisse. Vor dem Begreifen steht das Ergriffensein - vermittelt durch die Details einer Geschichte, die hier Gegenwart erschließt, indem sie unprätentiös und lakonisch ohne moralische Forderung nach Besserung erzählt: von der Fortdauer der menschlichen Tragödien. Wie John Updike versteht Roth sich als Balzac der Gegenwart und gibt den intertextuellen Spurenlesern dazu Hinweise (S. 42). Beide Autoren können sozusagen nicht schlafen wegen der Malaisen und sprengenden Widersprüche des ihnen allzu gegenwärtigen Amerika.

Coleman Silk ist mächtiger Dekan des literaturwissenschaftlichen Fachbereichs am Athena College, irgendwo in den Neu-Englandstaaten mit ihren strengen protestantischen Ritualen, moralischer Selbstbeobachtung und Angst vor der Hölle, die wechselseitig geschürt wird unter dem Vorwand, sie zu bannen. Silk wird als weißer Jude vorgestellt, der nach Athena gerufen wurde, um das verschlafene College auf Trab zu bringen; er hat seine Professoren zu sich gebeten, die Liste ihrer Veröffentlichungen vor sich, und sie gefragt, was sie all die letzten Jahre gemacht hätten.

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