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Kluwe, S. (2002). Halberstadt-Freud, Hendrika C.: Elektra versus Ödipus. Das Drama der Mutter-Tochter-Beziehung. Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby und Herbert Post. Stuttgart (Klett-Cotta) 2000. 253 Seiten, € 21,50.. Psyche – Z Psychoanal., 56(5):473-475.

(2002). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 56(5):473-475

Halberstadt-Freud, Hendrika C.: Elektra versus Ödipus. Das Drama der Mutter-Tochter-Beziehung. Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby und Herbert Post. Stuttgart (Klett-Cotta) 2000. 253 Seiten, € 21,50.

Review by:
Sandra Kluwe

Der Titel des 1997 im holländischen Original erschienenen Buchs von Hendrika C. Halberstadt-Freud ist Programm: Er indiziert die Absicht der Autorin, Freuds Sekundärableitung des Elektra-Komplexes über den Ödipus-Komplex durch eine primäre und genuin weibliche zu ersetzen: Das Drama Elektras, so die zentrale These des Buches, ist keinesfalls bloß die spiegelbildlich verkehrte Sohnesliebe zur Mutter. Vielmehr spielt dieses Drama, das Psychodrama von der Haßliebe zwischen Mutter und Tochter, im Binnenraum des Weiblichen - und dies aufgrund der ebenso schlichten wie unhintergehbaren Tatsache, daß Frauen »ihr Leben mit einer gleichgeschlechtlichen Bindung« beginnen, nicht oder nur in den allerwenigsten Fällen mit der Bindung ans gegengeschlechtliche Elternteil. Und diese Primärbindung wird auch im Falle einer geglückten Triangulierung in der ödipalen Phase ihren Primärcharakter niemals verlieren: »Die Erfahrung hat mich gelehrt«, schreibt Halberstadt-Freud, »daß im Leben einer Frau […] die Mutter, zumindest das Bild, das die Tochter von ihr hat, eigentlich immer das Wichtigste bleibt«: Die Mutter-Imago, sei es als gestrenges Über-Ich, sei es als Inbild marianischer Milde, ist der Bezugspunkt, auf den hin sich alle Selbsteinschätzungen relativieren. Entscheidend dabei ist, daß die imaginäre, die »psychische« Mutter nur in den seltensten Fällen mit der realen übereinstimmt: Kaum jemals ist das frühkindliche Ich stark genug, die unvermeidlichen Ambivalenzen der real existierenden Mutter in das ausgeglichene Bild einer hinreichend guten Mutter zu integrieren.

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