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Buchinger, K. (2002). Kernberg, Otto F.: Ideologie, Konflikt und Führung. Psychoanalyse von Gruppenprozessen und Persönlichkeitsstruktur. Stuttgart (Klett-Cotta) 1999. 365 Seiten, € 35.. Psyche – Z Psychoanal., 56(5):481-484.

(2002). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 56(5):481-484

Kernberg, Otto F.: Ideologie, Konflikt und Führung. Psychoanalyse von Gruppenprozessen und Persönlichkeitsstruktur. Stuttgart (Klett-Cotta) 1999. 365 Seiten, € 35.

Review by:
Kurt Buchinger

Otto F. Kernbergs vorliegendes Buch ist nicht nur Psychoanalytikern, Gruppentherapeuten und Organisationsberatern zu empfehlen. Auch Führungskräften (besonders psychiatrischer Einrichtungen) und Funktionsträgern in psychoanalytischen Instituten könnte es zu einem besseren Verständnis verhelfen und eine Orientierung bei ihrer schwierigen Aufgabe an die Hand geben. Darüber hinaus könnte es Kulturkritikern einen vertieften Einblick in Phänomene der Massenkultur gewähren und Politikern, wenn sie solcher Lektüre zeitlich und emotional noch zugänglich sind, zumindest zur Entlastung dienen, besonders während und nach ihren Wahlkampagnen.

Damit ist schon die Vielfalt der Themen angedeutet, die Kernberg im Anschluß an eine Menge früherer Publikationen wieder - und zu Recht - aufgreift, weil er sie in einen expliziten Zusammenhang stellt, der als Generalthema herausgehoben zu werden verdient.

So entsteht trotz mancher vertrauter Gedanken eine Komplexität, die den Rezensenten mit der Schwierigkeit konfrontiert, dem Buch gerecht zu werden. Es ist die Kombination aus einem klaren theoretischen, wie immer bei Kernberg, kreativen Konzept, das wie ein roter Faden das Buch durchzieht, seinen reichhaltigen Anwendungen sowie einer Fülle von wie nebenbei mitgelieferten, sehr wohl aber in den jeweiligen Kontext passenden Anregungen, die eine Rezension immer zu einer Verkürzung werden läßt. Da diesem Dilemma nicht zu entkommen ist, will ich versuchen, den von mir ausgemachten roten Faden sichtbar zu machen.

Kernbergs Grundthese: Gruppenprozesse erzeugen generell einen regressiven Sog, der als elementare Bedrohung der persönlichen Identität erfahren wird. Unter bestimmten Gruppenbedingungen werden die Mitglieder, ungeachtet ihrer psychischen Reife und Integration, davon erfaßt. Primitive psychische Ebenen werden aktiviert, einschließlich primitiver Objektbeziehungen, primitiver Abwehrmaßnahmen und primitiver Aggression mit vorwiegend prägenitalen Merkmalen. Die Abwehrmaßnahmen sind Teil der Regression, d. h. sie finden auf einer ebenso primitiven Ebene der psychischen Organisation statt wie die triebhaften Tendenzen, deren Abwehr sie dienen.

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