Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To bookmark an article…

PEP-Web Tip of the Day

Want to save an article in your browser’s Bookmarks for quick access? Press Ctrl + D and a dialogue box will open asking how you want to save it.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Bohleber, W. (2002). Psychoanalyse und Entwicklungsforschung. Psyche – Z Psychoanal., 56(9-10):803-808.

(2002). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 56(9-10):803-808

Editorial

Psychoanalyse und Entwicklungsforschung

Werner Bohleber

Die empirische Säuglingsforschung hat in den letzten Jahrzehnten das Bild des Säuglings und Kleinkindes weithin revolutioniert. Neue filmtechnische Mittel ermöglichten Fortschritte in der Technik systematischen Beobachtens. Die Aktionen des Säuglings und vor allem die Interaktionen innerhalb der Mutter-Kind-Dyadekonnten aufgenommen und in kleinsten Sequenzen analysiert werden. Zusammenfassende Darstellungen brachten das Bild eines Säuglings hervor, wie wir es in der Psychoanalyse noch nicht kannten. Er wandelte sich von einem passiven Neugeborenen und vom Objekt noch ungetrennten Wesen zu einem adaptierten Säugling, der von Anfang an über eine rudimentäre Selbst- und Objekt-Wahrnehmung verfügt und aktiv an der Regulation der Beziehung beteiligt ist. Zudem beschränkte sich die Säuglingsforschung nicht auf die beobachtbare Verhaltensebene, sondern machte differenzierte Aussagen über die entstehende subjektive Innenwelt. Viele klinisch gewonnene Auffassungen und empirische Erkenntnisse aus der bisherigen Säuglingsforschung, wie etwa die Arbeiten von Margaret Mahler, standen nun in Frage - mit ihnen das Bild eines Kindes, das in der analytischen Behandlung aus der im Unbewußten aufbewahrten und dort aktiven infantilen Psyche rekonstruiert wurde. Ein schon lange bestehendes Nebenund Gegeneinander von empirischer Säuglingsforschung, Kleinkindbeobachtung und psychoanalytisch-klinischer Entwicklungstheorie geriet in eine neue, herausfordernde Auseinandersetzung.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.