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Tip: To review The Language of Psycho-Analysis…

PEP-Web Tip of the Day

Prior to searching a specific psychoanalytic concept, you may first want to review The Language of Psycho-Analysis written by Laplanche & Pontalis. You can access it directly by clicking here.

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Leikert, S. (2002). Oberhoff, Bernd: Christoph Willibald Glucks prä-ödipale Welt: Eine musikalisch-psychoanalytische Studie. Münster (Daedalus Verlag) 1999. 237 Seiten, € 24,80.. Psyche – Z Psychoanal., 56(12):1263-1265.

(2002). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 56(12):1263-1265

Oberhoff, Bernd: Christoph Willibald Glucks prä-ödipale Welt: Eine musikalisch-psychoanalytische Studie. Münster (Daedalus Verlag) 1999. 237 Seiten, € 24,80.

Review by:
Sebastian Leikert

Musik kann als das Ausgeschlossene der Psychoanalyse begriffen werden. Insofern die Psychoanalyse sich durch die Hinwendung zum Ausgeschlossenen, Verdrängten und durch seine Integration konstituiert, hat Oberhoff mit seinem Ausflug auf das Feld der Musik ein eminent psychoanalytisches Buch vorgelegt. Es geht also um Musik und Psychoanalyse. Wo aber fände diese risikoreiche Begegnung einen besseren Ort als in der Interpretation von Opern, die seit jeher das rencontre von Musik und Sprache moderieren? Psychoanalytische Opernanalysen sind keine absolute Neuheit. Bereits 1929 belegte Melanie Klein (Frühe Angstsituationen im Spiegel künstlerischer Darstellung) einige ihrer Thesen anhand einer Operninterpretation. Oberhoff geht es jedoch nicht darum, bestimmte Thesen mittels einer Opernhandlung zu illustrieren, sondern darum, mit Hilfe des Denkens von Melanie Klein den Ort der Musik, den er als den des frühkindlich prä-ödipalen Erlebens bestimmt, zu umreißen. Oberhoff legt beeindruckende Interpretationen vor, die weit über die psychoanalytischen Grenzen hinausgehen und neben biographischen auch soziologische, geistesgeschichtliche und musikwissenschaftliche Aspekte des Gluckschen Opernschaffens mit einschließen. Er bezieht sich dabei auf Glucks »Reformopern« Orpheus und Euridike, Iphigenie in Aulis, Armide und Iphigenie auf Tauris. In diesen Opern gestaltet Gluck einen musikhistorischen Umschwung. Die Selbstaneignung des Subjekts vollzieht sich im Gefolge der Aufklärung nicht nur mit Hilfe rationaler Mittel, sondern auch in dem Akzent auf das unmittelbare Erleben. Nicht mehr die ornamentale Pracht des Barock ist für Gluck das Ideal künstlerischer Produktion, sondern der einfache Ausdruck des unmittelbaren Gefühls.

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