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Franzen, G. (2004). Was sich rechnet und was nicht. Zur √Ėkonomisierung der psychosozialen Arbeit. Psyche – Z Psychoanal., 58(4):367-373.
    

(2004). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 58(4):367-373

Kritische Glosse

Was sich rechnet und was nicht. Zur Ökonomisierung der psychosozialen Arbeit

Günter Franzen

Als Reaktion auf die radikale Kürzung der Landeszuschüsse für die im Bereich der psychosozialen Grundversorgung tätigen Einrichtungen hat sich in der kritischen Öffentlichkeit und bei den betroffenen Fachleuten und ihrer Klientel eine Argumentation eingebürgert, die zwingend scheint und auf den ersten Blick nur den Zyniker zum Widerspruch reizt. Angeprangert wird die von der hessischen Landesregierung unter Roland Koch mit ihrer Entscheidung unter Beweis gestellte emotionale Kälte, die vor allem die bedürftigsten und ärmsten Bevölkerungsgruppen trifft. Da die Gefahr besteht, daß dieser Appell an die Mitleidsfähigkeit und das Einfühlungsvermögen der Entscheidungsträger in der Masse der Proteste untergeht, zudem die Erregungsbereitschaft der von Brennpunkt zu Brennpunkt ziehenden Medienkarawane erfahrungsgemäß von kurzer Dauer ist und den von sozialer Ausgrenzung bedrohten Randgruppenangehörigen und ihren Fürsprechern im Gegensatz zu Bauern, Beamten, Ärzten und Apothekern keine schlagkräftige Lobby zur Verfügung steht, die die Politik das Fürchten lehren könnte, ist es unter diesen Umständen womöglich sinnvoll, den zerpflügten Acker der moralischen Empörung zu verlassen und sich auf das Gelände zu beschränken, das die Haushaltssanierer als ihre Heimat betrachten und auf dem sie sich deshalb für unschlagbar halten: die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen.

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