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Flaake, K. (2004). Klein, Regina: In der Zwischenzeit: Tiefenhermeneutische Fallstudien zur weiblichen Verortung im Modernisierungsprozess 1900-2000. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2003. 408 Seiten, € 36,00.. Psyche – Z Psychoanal., 58(8):761-764.
    

(2004). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 58(8):761-764

Buchbesprechungen

Klein, Regina: In der Zwischenzeit: Tiefenhermeneutische Fallstudien zur weiblichen Verortung im Modernisierungsprozess 1900-2000. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2003. 408 Seiten, € 36,00.

Review by:
Karin Flaake

Die Studie von Regina Klein ist unter zwei Gesichtspunkten interessant und lesenswert: (1) Sie ist eine der wenigen Untersuchungen, in denen die primär für literarische und andere künstlerische Produktionen von Alfred Lorenzer und den um ihn und mit ihm Arbeitenden entwickelte Methode der tiefenhermeneutischen Textinterpretation auf Interviews angewandt und dieses methodische Vorgehen ausführlich und gut nachvollziehbar dargestellt wird; (2) sie gibt einen differenzierten Einblick in Veränderungen und Kontinuitäten weiblicher Lebensläufe zwischen 1900 und 2000, der für eine sozial- und kulturwissenschaftlich orientierte Frauen- und Geschlechterforschung eine Bereicherung darstellt.

Die Studie mit dem Thema der »weiblichen Verortung im Modernisierungsprozess« basiert auf der tiefenhermeneutischen Interpretation von narrativen biographischen Interviews, die über mehrere Treffen mit drei Bäuerinnen im Marburger Hinterland im Dialekt dieser Gegend durchgeführt wurden. Die Bäuerinnen sind um 1910 geboren und haben fast ein Jahrhundert mit all seinen tiefgreifenden Veränderungen — den beiden Weltkriegen und dem Übergang von traditionalen zu modernisierten Lebensverhältnissen — miterlebt. »Die alten Bäuerinnen kannten noch ein Leben ohne elektrisches Licht und ohne Autos, ohne fliessendes Wasser im Haus […] Ihre Lebenswelt war von der Kirchturmspitze aus einzusehen und hinter dem nächsten Wald begann das Fremde und Unheimliche […] Sie kannten Armut, mühselige Arbeit und eine als schicksalhaft erlebte Abhängigkeit von den Naturgewalten […] Sie kannten eine vorgeord-nete Realität und eine Zukunft, die durch die Verwandtschaftszugehörigkeit schon in die Wiege gelegt wurde […] Heute besteht die ständige Notwendigkeit, eigene Orientierungsleistungen zur Selbstvergewisserung des eigenen sozialen Ortes und seiner Selbst zu bringen« (S.

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