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Parin, P. (2005). Ethnopsychoanalytische Erfahrungen mit einer Kulturdifferenz. Mitteleuropa trifft Westafrika. Psyche – Z Psychoanal., 59(2):162-168.

(2005). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 59(2):162-168

Ethnopsychoanalytische Erfahrungen mit einer Kulturdifferenz. Mitteleuropa trifft Westafrika

Paul Parin

Unsere kleine Gruppe — Goldy Parin-Matthèy, Fritz Morgenthaler und ich —, die in sechs Expeditionen (1954-1971) die Ethnopsychoanalyse entwickelt hat, kam aus Mitteleuropa (der Schweiz); untersucht wurden Menschen in Westafrika (Parin, Morgenthaler u. Parin-Matthéy 1963, 1971).

Bereits von der ersten Expedition kehrten wir mit der Einsicht zurück, daß es »den Afrikaner«, also Menschen mit der Identität »Ich bin Afrikaner« nicht gibt. Es gibt ungezählte Völker, jedes mit seiner eigenen Geschichte, Sprache, Religion und Kultur. Allein in der Elfenbeinküste leben 52 Völker (nicht Stämme!), oft dicht nebeneinander. Ein Volk ist vom nächsten so verschieden wie etwa Norweger von Sizilianern. Darum entschlossen wir uns sogleich, Ethnologie zu studieren; das hat sich später als unentbehrliche Grundlage unserer Arbeit bewährt.

Wir glaubten die richtige Kulturdifferenz gegenüber Afrikanern aufzuweisen und meinten unseren Eurozentrismus durchschaut und überwunden zu haben. Doch mußten wir — spätestens während der 5. Expedition (bei den Agni, in der Elfenbeinküste, 1966) — feststellen, daß es eine allgemeine Identität als Mitteleuropäer nicht gibt. In den psychoanalytischen Dialogen versuchte jeder von uns, gemäß seiner eigenen psychischen Entwicklung auf die fremden Identitäten einzugehen.

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