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Ruff, W. (2006). Radebold, Hartmut: Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit. Ältere Menschen in Beratung, Psychotherapie, Seelsorge und Pflege. Stuttgart (Klett-Cotta) 2005. 233 Seiten, € 19,50.. Psyche – Z Psychoanal., 60(11):1167-1169.

(2006). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 60(11):1167-1169

Radebold, Hartmut: Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit. Ältere Menschen in Beratung, Psychotherapie, Seelsorge und Pflege. Stuttgart (Klett-Cotta) 2005. 233 Seiten, € 19,50.

Review by:
Wilfried Ruff

Mit den Folgen, die der Zweite Weltkrieg für die damaligen Kriegskinder hatte, beschäftigt sich unter anderen die Forschungsgruppe w2k (weltkriegs2kindheiten), die auf Anregung eines Historikers Ende 2002 von Hartmut Radebold gegründet wurde. Nach mehreren Einzelpublikationen fordert Radebold in seinem neuen Buch Psychoanalytiker auf, wieder mehr »zeitgeschichtlich zu denken und (mit-)zufühlen« (S. 18). Besonders in ihren Therapien mitüber 60jährigen, die derzeit 24% der Bevölkerung ausmachen, sei zu bedenken: Kriegs- und Nach-kriegsleid »führte in weit größerem Umfang als bisher angenommen zu bis heute anhaltenden psychischen und psychosozialen individuellen wie auch familiären Folgen« (S. 18).

Dazu gibt es allerdings nur spärliche Forschungsarbeiten. Frühere Untersuchungen erfolgten entweder unter bestimmten politischen Vorgaben (z. B. nur auf Flüchtlingskinder beschränkt) oder gerieten in ideologischwissenschaftliche Auseinandersetzungen (nur Teilergebnisse wurden veröffentlicht) oder erfaßten anamnestisch keine zeitgeschichtlichen Einflüsse. Nach einem Überblick über die bisherige Forschungslage schätzt Radebold (1935 geboren), daß 35-40% der Kriegskinder und -jugendlichen keine beschädigenden bis traumatisierenden Erfahrungen gemacht haben. Dagegen hätten Kinder mit zeitweiser Abwesenheit der Väter und zeitw eisen eingeschränkten Lebensbedingungen, vor allem aber Kinder, deren Vater lang oder dauernd abwesend gewesen sei, unter Kriegs- und Nachkriegszeit erheblich gelitten; darauf hatte Radebold schon 2000 in seinem Buch Abwesende Väter« (Vandenhoeck & Ruprecht) aufmerksam gemacht. Zu kurz kommt auch in seinem neuen Buch die Bedeutung der Mütter. Zwar erwähnt Radebold ihre Delegation von Verantwortung besonders auf ihre Söhne als Ersatz für den fehlenden Partner und damit eine frühe Parentifizierung ihrer Kinder.

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