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Mentzos, S. Thomä, H. (2007). Entgegnung. Psyche – Z Psychoanal., 61(2):175-175.

(2007). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 61(2):175-175

Entgegnung

Stavros Mentzos und Helmut Thomä

Wir bedauern entstandene Mißverständnisse. Auf Thron oder Kanzel wird die Gegenübertragung dann erhoben, wenn das Erleben des Analytikers als ausschließlicher Modus des Begreifens unbewußter seelischer Prozesse im Patienten angesehen wird. Schmithüsen beschreibt das Phänomen der stillstehenden Zeit in Metaphern seines eigenen Leidens in einer vieljährigen Analyse. Über den Patienten erfährt man viel zu wenig, um einen konstruktiven Meinungsstreit führen zu können. Es wäre deshalb viel sinnvoller gewesen, diese Darstellung stillschweigend zu respektieren.

Durch den oben von Schmithüsen wiedergegebenen Kontext wird seine eingenommene extreme Position bezüglich der Gegenübertragung nicht relativiert. Denn das nun von ihm hervorgehobene »zunächst« erstreckt sich über viele Jahre eines heroisch ertragenen Leidens an einem schwierigen Patienten. Welchen validierenden Stellenwert die späte Annerkennung des Zeitstillstands durch den Patienten selbst hat, muß wegen Mangels an Informationen offen bleiben. Die einfache Zustimmung genügt u. E. keineswegs, um eine jahrelang angenommene projektive Identifikation auf ihren Ausgangspunkt im Patienten zurückzuführen.

Auch unseren eigenen Ansprüchen genügen die beiden Sätze, die Anstoß erregt haben, nicht. Um unsere Kritik sorgfältig unterbauen zu können, müßten mehr Informationen über den Behandlungsverlauf vorliegen. Dann wäre eine Veröffentlichung etwa mit dem Titel »Das Dritte jenseits von Übertragung und Gegenübertragung und die Zukunft der Psychoanalyse«, die der eine von uns (H. T.) seit langem plant, möglich. Dem steht unsere resignative Lebens- und Berufserfahrung entgegen, daß es oft sinnvoller ist, fundamentale Meinungsverschiedenheiten auf sich beruhen zu lassen.

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