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Pollak, T. (2007). Koenen, Gerd: Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus. Köln (Kiepenheuer & Witsch) 2003. 256 Seiten, € 22,90; sFr 38,90.. Psyche – Z Psychoanal., 61(2):191-192.

(2007). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 61(2):191-192

Koenen, Gerd: Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus. Köln (Kiepenheuer & Witsch) 2003. 256 Seiten, € 22,90; sFr 38,90.

Review by:
Thomas Pollak

In seiner herausragenden Studie zur 68er Bewegung (Das rote Jahrzehnt, 2001) hatte Gerd Koenen den terroristischen Gruppen, namentlich der RAF, ein eigenes zentrales Kapitel gewidmet. Im vorliegenden Band setzt Koenen seine Untersuchungen anhand der Biographie dreier Protagonisten der RAF fort.

Aus der Fülle des historischen Materials, das Koenen mit Umsicht geordnet hat, möchte ich hier nur einige Stichpunkte erwähnen:

Koenen beginnt mit dem Lebenslauf von Vesper. Als Leitfaden wählt er Vespers Text Die Reise, eine Mischung aus politischem Manifest, Autobiographie und Roman, worin alle Irrtümer und Irrwege dieser Generation exemplarisch enthalten seien. Zitate aus diesem Text, allenthalben im ganzen Buch verstreut, belegen in der Tat sowohl die Weitsicht und Authentizität Vespers als auch seine Verzweiflung und sein allmähliches Abgleiten in eine wahnhafte Welt.

Wir erfahren, daß Vespers Kindheit und Jugend im Schatten eines tyrannischen Vaters stand, der seinerzeit ein mäßig erfolgreicher Nazi-Dichter gewesen war. Bernward Vesper ist in der Auseinandersetzung mit der Übermacht seines Vaters, mit dessen nationalsozialistischem und antisemitischem Gedankengut, nie zu einem Ende gekommen. Gleichzeitig erfahren wir — nach einem Blick auf eine rechtslastige deutsche Jugendbewegung der 50er Jahre —, daß Vesper zusammen mit Gudrun Ensslin noch Anfang der 60er Jahre versuchte, die Schriften seines Vaters herauszugeben.

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