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Erlich, H.S. (2007). Persönliche Überlegungen zum Selbstbild und Identitätsgefühl der Deutschen. Psyche – Z Psychoanal., 61(4):386-393.

(2007). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 61(4):386-393

Persönliche Überlegungen zum Selbstbild und Identitätsgefühl der Deutschen

H. Shmuel Erlich

Translated by:
Aus dem Englischen von Ulrike Stopfel

Die Aufgabe, mich angesichts allgemein bekannter Probleme, wie sie die deutschen Analytiker umtreiben, über meine »deutschen Beziehungen« zu äußern, fällt mir nicht leicht. Sie zwingt mich zur Auseinandersetzung mit Aspekten der eigenen Lebensgeschichte und Identität und mit der Frage, wie diese Dinge mit den aktuellen Interessen und Anliegen zusammenhängen, die ich mir zum Thema gewählt habe.

Zunächst zu den relevanten Aspekten meiner Lebensgeschichte und meiner Identität. Ich kam im Sommer 1937 in Frankfurt am Main zur Welt. Beinahe hätten wir meinen Vater verloren, der verhaftet wurde, um zusammen mit anderen polnischstämmigen Juden nach Polen ausgewiesen zu werden; wie durch ein Wunder kam er aber zurück. Ungeachtet der heldenhaften Bemühungen unseres Vermieters, uns in der Kristallnacht vor dem Mob zu beschützen, wurde unsere Wohnung durchwühlt, und wir begaben uns in ein Teilversteck. Wenig später, Ende Dezember 1938, entkamen wir über die Schweiz nach Israel (ins damalige Palästina), wo mein Großvater mütterlicherseits und weitere Familienangehörige schon seit 1933 lebten. Die Familie meines Vaters — mein Großvater, fünf Tanten und Onkels und deren sämtliche Kinder — wurde bis auf einen Onkel, der die Lager überlebte, in Polen ermordet. Dieses Nebeneinander von Schreck, Entsetzen und dem Wunder des Davongekommenseins begleitete mich durch die Jahre meiner Kindheit, die in der Folge des israelischen Unabhängigkeitskriegs von weiteren Episoden des knappen Entkommens geprägt waren.

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