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Neubaur, C. (2007). Becker, David: Die Erfindung des Traumas — verflochtene Geschichten. Berlin (edition Freitag) 2006. 325 Seiten, € 24.80.. Psyche – Z Psychoanal., 61(11):1172-1175.

(2007). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 61(11):1172-1175

Becker, David: Die Erfindung des Traumas — verflochtene Geschichten. Berlin (edition Freitag) 2006. 325 Seiten, € 24.80.

Review by:
Caroline Neubaur

Schon der Titel, Die Erfindung des Traumas, den der Psychologe David Becker für seine gesammelten Theorievorschläge und Erfahrungsberichte über seine Arbeit als Therapeut und Berater psychosozialer Projekte in Kriegs- und Krisengebieten gewählt hat, enthält eine plausible These, nämlich daß jedes Trauma »erfunden« würde, Traumakonstruktion sei und die Traumakonstruktionen selbst schon in traumatischen Umfeldern wüchsen. Jedes Trauma sei ein politisches Faktum, meist eins, das aus man made desasters resultiere, und es gehe aus einer Verbindung von sozialpolitischen und intrapsychischen Prozessen hervor. >Verflochtene Geschichten<, wie der zweite Teil des Titels lautet, versteht der Autor als zentrale Metapher seines Buches. Er übernimmt den Begriff von Edward Said, der ihn so beschreibt: »Imperialismus als Erfahrungsphänomen […] ist so weitläufig und zugleich so detailliert, daß wir von sich überschneidenden Territorien, von ineinander verflochtenen Geschichten sprechen müssen, die Frauen und Männer, Weißen und Nicht-Weißen, Metropoleneinwohnern und Bewohnern der Peripherien gemeinsam sind.« >Verflochtene Geschichten< formuliert die Hypothese, so Becker, »daß Traumadiskurs und Traumaarbeit einerseits das letzte imperiale Kulturprojekt darstellen, andererseits aber auch die Chance beinhalten, mehr vom Leid der Menschen zu verstehen und helfen zu können, nicht nur im unmittelbaren psychosozialen Bereich, sondern in der internationalen Zusammenarbeit insgesamt bessere und wechselseitig hilfreichere Formen der Begegnung zu ermöglichen.

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