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Kattermann, V. (2011). Brecht, Karen, Volker Friedrich, Ludger M. Hermanns, Isidor J. Kaminer und Dierk H. Juelich (Hg.): »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter …«. Zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland. Katalog und Materialsammlung zur gleichnamigen Ausstellung. Um ein Namensregister erweit., korr. Neuaufl. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2010. 219 Seiten, € 29,90. DVD zum Buch, 2009. 60 (DVD 1) bzw. 57 (DVD 2) Min., € 24,90.. Psyche – Z Psychoanal., 65(2):175-176.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(2):175-176

Buchbesprechungen

Brecht, Karen, Volker Friedrich, Ludger M. Hermanns, Isidor J. Kaminer und Dierk H. Juelich (Hg.): »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter …«. Zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland. Katalog und Materialsammlung zur gleichnamigen Ausstellung. Um ein Namensregister erweit., korr. Neuaufl. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2010. 219 Seiten, € 29,90. DVD zum Buch, 2009. 60 (DVD 1) bzw. 57 (DVD 2) Min., € 24,90.

Review by:
Vera Kattermann

»Berlin ist ein schwieriger, aber bedeutungsvoller Boden«, schrieb Sigmund Freud seinem Berliner Schüler Karl Abraham anlässlich dessen Eröffnung einer ersten psychoanalytischen Studiengruppe jenseits von Wien im Jahre 1908. Wie verhängnisvoll dieser Boden für die Psychoanalyse tatsächlich sein würde, zeigte sich schon 25 Jahre später: Bereits 1933 legte der damalige Vorsitzende des psychoanalytischen Instituts Max Eitingon gemäß einer nationalsozialistischen Verordnung und auf Drängen der »arischen« Institutsmitglieder den Vorsitz nieder, die Psychoanalyse wurde öffentlich als »Schweinerei« diffamiert, der Verkauf ihrer Publikationen verboten und zahlreiche Analytiker zur Emigration gezwungen. Drei Schwestern Sigmund Freuds wurden im Konzentrationslager ermordet, eine vierte verstarb in Theresienstadt; er selbst konnte nur widerstrebend zur Flucht nach London überredet werden. Die »arischen« Analytiker/innen des Berliner Psychoanalytischen Instituts setzten ihre Arbeit unter Anpassung an nationalsozialistische Ideologien fort, die Umbenennung in »Deutsches Institut für seelische Gesundheit« und die Übernahme der Leitung ab 1936 durch M.H. Göring sind Ausdruck einer problematischen Bereitschaft zur Selbstgleichschaltung. Die Argumentation, man habe so das Erbe der Psychoanalyse retten wollen, ist von eher schwacher Überzeugungskraft und wird bis heute kontrovers diskutiert.

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