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Polo, A. (2011). Das erotische Verhältnis zwischen Leser und Text: Wie Heinrich von Kleists Drama Penthesilea zum Rezeptionsdrama wurde. Psyche – Z Psychoanal., 65(4):351-379.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(4):351-379

Das erotische Verhältnis zwischen Leser und Text: Wie Heinrich von Kleists Drama Penthesilea zum Rezeptionsdrama wurde

Alba Polo, lic. phil.

Was begehrt der Leser vom Text? Ausgehend von dieser zentralen Frage untersucht die Autorin am Beispiel von Kleists Drama Penthesilea, wie Übertragung beim Lesen literarischer Texte geschieht. Die Begegnung zwischen einem literarischen Text und einem Leser bezeichnet sie als »Verführungssituation«: Ein Leser tritt mit Wünschen, Ängsten und Erwartungen an einen Text heran und der Text appelliert mit seiner Struktur seinerseits an den Leser und steuert dessen Wünsche, Ängste und Erwartungen. Die Autorin legt dar, wie der implizite Autor von Penthesilea sich die Wünsche und Ängste des Lesers zunutze macht und ihn mit einer Frage an sich bindet, der der Leser nicht widerstehen kann: der Frage nach dem Begehren des Anderen. Diese Frage wird zunächst unabhängig im Text untersucht und anschließend mit der Rezeptionsgeschichte in Verbindung gebracht. Die Autorin liefert eine mögliche Erklärung dafür, warum die meisten Zeitgenossen Kleists sowohl das Stück als auch ihn selbst massiv angegriffen und entwertet haben. Sie zeigt aber auch, dass die Reaktionen der Leser ein inhärenter Teil des Dramas sind — das Drama vervollständigt sich erst mit der Reaktion der Leser und bewirkt gesamthaft das, was Polo das »Rezeptionsdrama« nennt.

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