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Mertens, W. (2011). Entwicklungsorientierung in der Psychoanalyse - überflüssig oder unerlässlich?. Psyche – Z Psychoanal., 65(9-10):808-831.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(9-10):808-831

Entwicklungsorientierung in der Psychoanalyse - überflüssig oder unerlässlich?

Wolfgang Mertens

Entwicklungstheoretisches Denken, das mit Freuds psychosexueller Phasentheorie begann und sich in die Gegenwart z. B. bis zu Sterns Modell der Entwicklung des Selbst erstreckt, galt lange Zeit für praktizierende Psychoanalytiker als derart selbstverständlich, dass es kaum thematisiert wurde. Erst die Ergebnisse der Kleinkindforschung sowie die Kontroversen um deren Nützlichkeit für die Behandlungspraxis problematisierten einige der bis dahin als unzweifelhaft angenommenen Auffassungen. Mit dem Erstarken intersubjektiver Auffassungen traten nicht nur Theorien der Behandlungstechnik, sondern auch entwicklungspsychologische Konzepte immer stärker in den Hintergrund. Diese Auseinandersetzungen ließen aber möglicherweise übersehen, dass Psychoanalytiker kontinuierlich entwicklungsorientiert vorgehen, indem sie einschätzen, zu welchem Zeitpunkt bestimmte analytische Interventionen angebracht und für die Entwicklung ihrer Patienten am meisten förderlich erlebt werden. Bei dieser sehr individuellen Abwägung können entwicklungspsychologische Konzepte in impliziter oder expliziter Form durchaus nützlich sein, sofern gängige Fehleinschätzungen berücksichtigt werden, wie z. B. überholte Annahmen über den Entwicklungsverlauf, kausale Fehlschlüsse u.a.m. Im Anschluss an diese Überlegungen wird für ein entwicklungsorientiertes Abwägen von therapeutischen und analytischen Interventionsformen plädiert, die bislang als eher unvereinbar galten.

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