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Buchholz, M.B. (2011). Tomasello, Michael: Warum wir kooperieren. Aus dem Englischen von Henriette Zeidler. Berlin (Suhrkamp) 2010. 141 Seiten, € 12,00.. Psyche – Z Psychoanal., 65(9-10):1035-1037.

(2011). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 65(9-10):1035-1037

Tomasello, Michael: Warum wir kooperieren. Aus dem Englischen von Henriette Zeidler. Berlin (Suhrkamp) 2010. 141 Seiten, € 12,00.

Review by:
Michael B. Buchholz

Im Jahre 1714 erschien ein epochemachender Text von Mandeville, der als »Bienenfabel« ins kulturelle Gedächtnis einging. Sein Untertitel »Private Laster, öffentliche Tugenden« rückte die sozialanthropologische Frage in die Aufmerksamkeit, ob Menschen von Natur aus »egoistisch« (und damit böse) oder »altruistisch« (und damit gut) und, gegebenenfalls, welche erzieherischen Maßnahmen zu ergreifen seien. Mandeville erklärte, schon die einzelne Biene verfolge egoistisch ihre höchst privaten Interessen der Nahrungssuche und trage gerade dadurch zum Wohl des Ganzen bei. Diese idyllische Denkfigur zog sich dann bis zu Adam Smith, dem die Metapher von der »unsichtbaren Hand« (des Marktes) zugeschrieben wird, die er jedoch von Mandeville entlehnt hatte. Die anthropologische Frage nach dem Wesen des Menschen hatten Jean-Jacques Rousseau und Thomas Hobbes aufgeworfen. Für den Genfer Philosophen war es die Gesellschaft, die den Menschen verderbe, für den Engländer war es hingegen erst der überlegene autoritäre Zwang des Leviathan, der aus dem Wolf, der der Mensch von Natur aus sei, einen zivilen Bürger mache, dessen Gewaltbereitschaft durch staatliche Macht bezwungen werden müsse.

An diese bewegenden Fragen knüpfen viele an. Die Debatten sind beherrscht von Stichworten über das egoistische Gen oder das egoistische Gehirn und entsprechende Gegenbilder, und hier reiht sich Tomasello mit seinem Buch ein.

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