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Müller, U.A. (2012). Winter-Heider, Christiane E.: Mutterland Wort. Sprache, Spracherwerb und Identität vor dem Hintergrund von Entwurzelung. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel) 2009. 264 Seiten, € 29,90.. Psyche – Z Psychoanal., 66(2):183-185.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(2):183-185

Winter-Heider, Christiane E.: Mutterland Wort. Sprache, Spracherwerb und Identität vor dem Hintergrund von Entwurzelung. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel) 2009. 264 Seiten, € 29,90.

Review by:
Ulrich A. Müller

Unbestritten bildet die Frage nach der Bedeutung der Sprache und des Sprechens einen der Kernpunkte psychoanalytischen Arbeitens. Da das Sprechen in der analytischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen jedoch nur einen Aspekt der Beziehungsgestaltung neben dem Spiel und weiteren kreativen Ausdrucksweisen darstellt, ist die analytische Kindertherapie der orthodoxen Psychoanalyse oft suspekt. Intrapsychische Konflikte teilen sich zwar auch hier überwiegend sprachlich mit, doch sie werden häufig im Spiel oder auch sehr konkret in der körperlichen Begegnung agiert und unmittelbar zur Darstellung gebracht. Auch wenn historisch der Einfluss der psychoanalytischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen insofern bedeutend war, als die Debatte zu einer Differenzierung des Selbstverständnisses der Psychoanalyse beitrug und auch die postfreudianische Diskussion nachhaltig belebte und bis in die Gegenwart befruchtet, wird der analytischen Kindertherapie doch noch häufig das Etikett einer analytischen Behandlung in statu discipulandi oder pubertandi angeheftet.

Umso erfreulicher ist es, wenn eine kinderanalytische Kollegin mit einem eindrucksvollen publizistischen Beitrag belegen kann, wie wertvoll die Beiträge der analytischen Kindertherapie auch gegenwärtig sind. Christiane Winter-Heider knüpft in ihrer Studie an eine Tradition an, die in der analytischen Arbeit mit Heranwachsenden bislang wenig berücksichtigt ist: die Semiotik. Die Autorin verschafft dem Leser einen Überblick über semiologische, kognitive, entwicklungspsychologische und psychoanalytische Theorien zur Bedeutung der Sprache und zur Funktion des Sprechens, die sie in einem weiteren Schritt miteinander in Beziehung setzt. Ihre Absicht ist es, zu ergründen, inwiefern häufig auftauchende psychische Krisen bei heranwachsenden Emigranten vor dem Hintergrund einer durch die Emigration entstandenen Irritation der Sprache entziffert werden könnten. Das naturalistische Bild der »Entwurzelung« ist Ausgangspunkt ihrer Überlegungen.

Akribisch wertet die Autorin dabei ihre umfangreiche Lektüre zum Verhältnis von Symbolbildung, Semiose und Sprachfunktion aus.

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