Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To see the German word that Freud used to refer to a concept…

PEP-Web Tip of the Day

Want to know the exact German word that Freud used to refer to a psychoanalytic concept? Move your mouse over a paragraph while reading The Standard Edition of the Complete Psychological Works of Sigmund Freud and a window will emerge displaying the text in its original German version.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Weiss, H. (2012). Utopien und Dystopien als Orte des seelischen Rückzugs. Psyche – Z Psychoanal., 66(4):310-330.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(4):310-330

Utopien und Dystopien als Orte des seelischen Rückzugs

Heinz Weiss

Bezugnehmend auf Freuds Arbeit über die »Vergänglichkeit« (1916a) werden Utopien und Dystopien als Orte des seelischen Rückzugs beschrieben. Sie werden aufgesucht, um Gefühlen von Trauer und Verlust, aber auch bedrohlicher Angst und unerträglicher Schuld aus dem Weg zu gehen. Im Gegensatz zu der potentiell veränderungswirksamen Kraft utopischer Phantasien ist hier ein Rückzugszustand gemeint, an dem die Zeit stillsteht und keine Entwicklung mehr stattfindet. Nach einer kurzen Einführung zur Geschichte von Utopien und Dystopien in Literatur und Philosophie wird klinisches Material aus vier psychoanalytischen Behandlungen präsentiert. Dabei wird zwischen Utopien und Dystopien unterschieden, die entweder in die Zukunft oder in die Vergangenheit gerichtet sind. Gemeinsam ist ihnen, dass sie in der Behandlung zu lange anhaltenden Phasen des Stillstands führen, die Analytiker und Patient in eine zeitlose Welt entführen. Häufig wird die gegenwärtige Wirklichkeit entwertet und die Übertragungssituation in einen zeitlosen Zustand transformiert, der als »ewiges Warten«, »Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies«, »allwissende Verzweiflung« oder »Rückkehr in die einstige Hölle« die Atmosphäre der Behandlung nachhaltig prägt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen Zuständen werden anhand klinischer Sequenzen im Einzelnen dargestellt. Abschließend wird auf die speziellen behandlungstechnischen Probleme hingewiesen, die sich aus diesem Eintauchen in Zeitlosigkeit ergeben.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.