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Clemenz, M. (2012). Plädoyer für eine interdisziplinäre Kunstbetrachtung: Antwort auf die Rezension meines Buches »Affekt und Form« (2011) durch Timo Storck (Psyche 12/2011). Psyche – Z Psychoanal., 66(6):563-565.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(6):563-565

Kontroverse

Plädoyer für eine interdisziplinäre Kunstbetrachtung: Antwort auf die Rezension meines Buches »Affekt und Form« (2011) durch Timo Storck (Psyche 12/2011)

Manfred Clemenz

In der Geschichte der Psychoanalyse waren Glaubenskriege und daraus resultierende Exkommunikationen nichts Unbekanntes. Ungewöhnlich ist allerdings der Versuch, einem Autor gleichsam den Abfall von den essentials der Psychoanalyse: Triebtheorie und Unbewusstem zu unterstellen, ohne dies zu belegen, mehr noch, die Passagen, in denen sich der Autor gerade auf diese essentials bezieht, schlichtweg zu ignorieren. Einen derartigen Versuch sehe ich in Timo Storcks Rezension meines Buches Affekt und Form.

Ich möchte mich auf diesen Kernpunkt der Storckschen »Kritik« beschränken. Nachdem der Rezensent zunächst konzediert, dass es mir gelänge, »den oft eingeengten Blick psychoanalytischer Kunstforschung zu weiten«, wird dieses Lob umgehend dadurch eingeschränkt, dass mein Ansatz in eine »konzeptuelle Sackgasse« führe (S. 1265). Das Buch enthalte als »zentrale Problematik« »die nur wenig begründete Ablehnung der Perspektive auf dynamisch Unbewusstes und/oder das Triebkonzept. Dabei bleibt offen, wie der Autor sich eine psychoanalytische Perspektive, mithin eine auf Affekt- und lustvolles Erleben, denn vorstellt, wenn darin Unbewusstes und Trieb keinen Platz haben, da sie den Zugang zur Struktur des Kunstwerks verstellen« (S. 1266). Als Beweis führt Stork meine Formulierung an, der »Kategorienfehler des triebtheoretischen Ansatzes« in der psychoanalytischen Kunstinterpretation führe zur »Vernachlässigung des entscheidenden formalen Aspekts« und durch den Rekurs auf »unbewusste Anteile« unter »Vernachlässigung der konstitutionslogischen Bedingungen der Kunst« werde »die ästhetische Struktur des Kunstwerks übersprungen« (1266).

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