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Stoupel, D. (2012). Jureit, Ulrike & Christian Schneider: Gefühlte Opfer. Illusionen der Vergangenheitsbewältigung. 2. Aufl. Stuttgart (Klett-Cotta) 2011. 253 Seiten, € 21,95.. Psyche – Z Psychoanal., 66(6):567-570.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(6):567-570

Buchbesprechungen

Jureit, Ulrike & Christian Schneider: Gefühlte Opfer. Illusionen der Vergangenheitsbewältigung. 2. Aufl. Stuttgart (Klett-Cotta) 2011. 253 Seiten, € 21,95.

Review by:
Dorothee Stoupel

Das Unbehagen in der deutschen Erinnerungskultur ist so chronisch wie unvermeidlich und durchzieht alle Phasen des Umgangs mit der NS-Geschichte. Die Beschäftigung mit den nationalsozialistischen Verbrechen löst Abwehr aus und muss dem Wunsch, dies alles möge nicht geschehen, nicht wahr oder endlich vergessen sein, stets von Neuem abgerungen werden. Jeder ernsthafte Versuch, diesen Teil der deutschen Geschichte »aufzuarbeiten«, begegnet dem Paradox: Je mehr man von dem monströsen Geschehen begreift, umso mehr scheint es sich dem Begreifen zu entziehen, als ob es unmöglich sei, einen angemessenen Begriff und Umgang damit zu finden.

Nach einer anfänglichen Kollektivamnesie kündigte sich in den intellektuellen Debatten der 60er Jahre - in der Kritischen Theorie, in Erkenntnis und Interesse von Habermas und in Alexander und Margarete Mitscherlichs Buch über Die Unfähigkeit zu trauern, alle von Freud beeinflusst - jene in den 70er Jahren einsetzende intensive öffentliche Beschäftigung mit den NS-Verbrechen an, die sich ständig ausweitet und neuerdings auch globalisiert. Mit der Rede Richard Weizsäckers zum 40. Jahrestag des Kriegsendes 1985, in der er sich zur historischen Verantwortung der Deutschen für die NS-Verbrechen bekannte, etablierte sich in den 80er Jahren eine staatliche Erinnerungs- und Gedenkpolitik. Seitdem gilt die deutsche Vergangenheitsbeschäftigung weltweit als vorbildlich.

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