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Kimmerle, G. (2012). Am Beispiel Freud: Wahrheitsvoraussetzungen in der Wissenschaftsgeschichte. Psyche – Z Psychoanal., 66(7):638-648.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(7):638-648

Kritische Glosse

Am Beispiel Freud: Wahrheitsvoraussetzungen in der Wissenschaftsgeschichte

Gerd Kimmerle

I

»Wir sind im Besitz der Wahrheit« (Freud 1992g, Bd. I/2, S. 216). In diesem Satz, den Freud angesichts der anstehenden Auseinandersetzungen mit C.G. Jung und dessen Anhängern an Ferenczi schreibt, ist seine Überzeugung ausgedrückt, für die grundlegenden Entdeckungen der Psychoanalyse einen abschließenden Wahrheitsanspruch erheben zu können und alle bekämpfen zu müssen, die sich ihm widersetzen. Er sieht sich als Schöpfer eines Werkes, dessen Wahrheitskern unverfälscht zu lehren und zu überliefern ist, und zieht deshalb eine scharfe Trennlinie zwischen den standhaft bleibenden Getreuen, die sich nicht von dem eingeschlagenen Weg abbringen lassen, und den Abtrünnigen, denen er vorwirft, psychoanalytische Einsichten zu verleugnen, denen sie nicht gewachsen sind.

Auch Adler und Jung gehören zu denjenigen, mit denen er unerbittlich zu brechen sich gezwungen sieht, weil sie (für ihn) unverzichtbare Grundsätze der Psychoanalyse aufgegeben haben, sie dadurch verwässern und entstellen, um sie weniger anstößig zu machen. In seinem Bericht zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung (Freud 1914d) versucht er, ihr Ausscheren psychologisch verständlich zu machen. Er bietet eine charakterätiologische Erklärung für den Bruch mit ihnen an und schlägt damit einen Bogen von der Kritik an seinen Ansichten zu pathographischen Überlegungen.

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