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Junker, H. (2012). Dejours, Christophe (Hg.): Psychopathologien der Arbeit. Klinische Studien. Aus dem Französischen von Achim Russer. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel) 2012. 156 Seiten, € 17,90.. Psyche – Z Psychoanal., 66(7):660-662.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(7):660-662

Dejours, Christophe (Hg.): Psychopathologien der Arbeit. Klinische Studien. Aus dem Französischen von Achim Russer. Frankfurt/M. (Brandes & Apsel) 2012. 156 Seiten, € 17,90.

Review by:
Helmut Junker

Zentralität der Arbeit. Unter diesem Stichwort bietet der französische Psychoanalytiker und Professor für Psychoanalyse, Gesundheit und Arbeit Christophe Dejours in Paris als Autor und Herausgeber von Arbeiten der ihm nahestehenden Fachkolleginnen Annie Bensaïd, Marie-Pierre Guiho-Bailly, Marie Grenier-Pezé sowie dem Mitarbeiter Patrick Lafond in sechs Kapiteln einen Abriss der Interdependenz von Arbeit und psychischer Krankheit. Die fallbezogenen Szenen reichen von schweren psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen, von arbeitsauslösenden Störungen weiblicher und männlicher sexueller Identität, von »organisatorischem« Mobbing bis zu Ereignissen des Suizids am Arbeitsplatz. In der Arbeitswelt - darin stimmen alle Autoren und Autorinnen überein - entstehen notwendigerweise gruppenspezifische psychische Konstellationen, die zur Abwehr von Angst und Versagen führen. »Die klinischen und psychopathologischen Forschungen zeigen, dass die Anpassung an kollektive Abwehrstrategien einen hohen seelischen Preis hat« (S. 89). Unter veränderten Arbeitsbedingungen, durch Vorerkrankungen und sozial nicht vorhersehbaren Belastungen, dekompensieren sie.

Die Fallberichte befassen sich mit algerischen und marokkanischen Einwanderern in der Baubranche, mit Problemen weiblicher Arbeitskräfte in einer männlichen Berufswelt und Aufstieg und Absturz von leitenden Angestellten großer Konzerne. Von vornherein weist Dejours auf individuelle und arbeitsorganisatorisch bezogene, ätiologische Linien hin und fordert von Analytikern und Therapeuten, die gewohnte einseitige Sicht auf die individuell bezogenen Krankheitsgeschichten zugunsten der Einbeziehung der Vorgänge in der Arbeitswelt zu verlassen.

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