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Van Loh, J. (2012). Narziss, Ödipus, Ha-Shem oder Von der Talking Cure zur Curing Technology: Anmerkungen zum Verhältnis von Psychoanalyse und neuen Medien. Psyche – Z Psychoanal., 66(8):752-762.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(8):752-762

Kritische Glosse

Narziss, Ödipus, Ha-Shem oder Von der Talking Cure zur Curing Technology: Anmerkungen zum Verhältnis von Psychoanalyse und neuen Medien

Jan Van Loh

Neue Medien sind längst so allgegenwärtig, dass sich dem Psychoanalytiker weniger die Frage stellt, ob Informationstechnologie für die Therapie von Bedeutung ist, als vielmehr, auf welchen Gesichtspunkt der Technologie sich die fachspezifische Betrachtung konzentrieren soll. In der Folge sei auf unterschiedliche Aspekte des analytisch-medialen Gefüges hingewiesen, die der Rolle des fleischlichen Körpers ebenso nachzugehen versuchen wie den vom Medium geforderten und gebotenen sprachlichen Voraussetzungen. Dabei werden auch die Themen des medienimmanenten technologisch-ontologischen Diskurses und nicht zuletzt das Wechselspiel von Bindung und Beziehung aufgegriffen.

Die frühere Unterscheidung der medialen Kanäle des Buchs, der Zeitung, des Radios, des Fernsehens, des Telefons und des Internets sind spätestens seit dem Jahre 2006 gebündelt und in einem einzigen Gerät verschmolzen, das mit dem biblischen Symbol für den Sündenfall auch Newtons Objekt der Erkenntnis zum Firmenlogo gleichermaßen erhob wie degradierte und das Spiegelstadium seines Besitzers in Form einer klein gedruckten Letter für die Generation i codiert. Die Frage, ob diese von einem klugen Kopf schon 1986 (Kittler 1986, S. 7) prognostizierte Entwicklung der Technologie der diskreten universalen Maschine für die Psychoanalyse und ihr Paradigma der Gutenberg-Galaxis eine Vertreibung aus dem Garten Eden darstellt, ist sich in der in ihr enthaltenen Metapher einer Entwurzelung selbst überlassen, scheint doch die Freudsche Methode des Erkennens von Welt in den neuen Medien auf den ersten Blick ebensowenig beheimatet wie die sogenannten »Nerds« in zwischenmenschlichen Beziehungen einen Boden antreffen, der dem Hoffnungsträger Apfelbäumchen ein guter Mutterboden sein könnte.

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