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PEP-Web Tip of the Day

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Lütkehaus, L. (2012). Gehring, Petra: Traum und Wirklichkeit. Zur Geschichte einer Unterscheidung. Frankfurt/M., New York (Campus) 2008. 280 Seiten, 4 24,90.. Psyche – Z Psychoanal., 66(9-10):1029-1030.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(9-10):1029-1030

Gehring, Petra: Traum und Wirklichkeit. Zur Geschichte einer Unterscheidung. Frankfurt/M., New York (Campus) 2008. 280 Seiten, 4 24,90.

Review by:
Ludger Lütkehaus

Der Traum ist ein Wiedergänger. Fast jede Nacht, mit Geschichten und Bildern, die vieldeutigste Botschaften zu übermitteln und doch immer das Gleiche zu sagen scheinen, kehrt er wieder. Und auch als Thema der Recherche und Theorie ist er von penetranter Hartnäckigkeit - selbst, gerade in Epochen und Disziplinen, die ihm als dem »Anderen der Vernunft« eigentlich wenig wohlgesonnen sind. Der Traum von der Traumdeutung gar, einer verifizierbaren, heuristisch ergiebigen Traumdeutung, ist einer der obsessivsten Wunschträume, deren Erfüllung sich die fortgeschrittene Wissenschaft wie der traumkundige Glaube gern beschert.

Träume sind eben Wunscherfüllungen, wie man seit Sigmund Freuds Traumdeutung von 1899, im klaren Selbstbewusstsein eines epochemachenden Ereignisses auf das Jahr 1900 vordatiert, zuversichtlich zu wissen glaubt. Wenn heute jedenfalls ein Konsument der traumfreudigen, traumverliebten Pop Culture nach amerikanisiertem Traum- und Sprachmuster sagt: »I have a dream«, so ist damit eine Wunscherfüllung intendiert: das »Prinzip Hoffnung als Prinzip Traum«. Zumindest gibt es einen zuverlässigen Traumgewinn: die narzisstische Gratifikation. Wer träumt und wer Träume deutet, steigert nicht bloß seinen Aufmerksamkeitswert. In seinen narzisstischen Blütenträumen wird er sich geradezu unendlich interessant. Er wird initiiert - in jenes ungeheure innere Reich, als das sich seit der deutschen Romantik das Reich des Traumes als Teil des unbewussten »inneren Afrika« bestimmt.

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