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Soldt, P. (2012). Türcke, Christoph: Philosophie des Traums. München (Beck) 2008. 252 Seiten, 4 24,90.. Psyche – Z Psychoanal., 66(9-10):1034-1038.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(9-10):1034-1038

Türcke, Christoph: Philosophie des Traums. München (Beck) 2008. 252 Seiten, 4 24,90.

Review by:
Philipp Soldt

Wenn man am Ende des Buches angelangt ist, liest man, wie sein Autor selbstreflexiv eine äußerst beunruhigende Krise des Lesens diagnostiziert: »Auch Akademikeraugen werden der Führung durch ein geschicktes Layout immer bedürftiger, haben hier einen Absatz, da eine Graphik, dort ein Bildchen immer nötiger, um das Entziffern von Schriftzeichen überhaupt noch durchzuhalten« (S. 240). Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, so die These des Leipziger Philosophen Christoph Türcke, die mit Jonathan Carys historischer Aufmerksamkeitsstudie (2002) konform geht, geht uns alle an. Viele spüren die rasante Wirkung des Einflusses einer radikal veränderten Medienumgebung und -nutzung, allem voran das Eintauchen von fast jedem in das längst alle Lebensbereiche umspannende Internet, die Effekte einer »global installierten Bildmaschinerie« (S. 248) auf die eigene Aufmerksamkeit, Konzentration und das Gedächtnis. Diesbezügliche Kritiken einer ausufernd halluzinatorischen Bildlichkeit, die Türcke »technische Einbildungskraft« (S. 237) nennt, liegen mittlerweile vor. Indem er aber die menschliche Einbildungskraft auf ihren vor- und urgeschichtlichen Entstehungsgrund zurückverfolgt, auf den sie sich unter einem fortwährenden medialen Dauerbeschuss wieder zubewege, geht es Türcke darum, die tatsächliche Zäsur, die sich derzeit an uns vollziehe, allererst angemessen einordnen zu können.

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