Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To limit search results by article type…

PEP-Web Tip of the Day

Looking for an Abstract? Article? Review? Commentary? You can choose the type of document to be displayed in your search results by using the Type feature of the Search Section.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Gurevich, H. (2012). Die Sprache der Abwesenheit. Psyche – Z Psychoanal., 66(11):1074-1101.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(11):1074-1101

Die Sprache der Abwesenheit

Hayuta Gurevich

Translated by:
Aus dem Englischen von Kathrin Felder

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Konzept der »Abwesenheit«. Es beschreibt einen Zustand, in dem, in einem Stadium vollkommener Abhängigkeit, die Umgebung dauerhaft nicht ansprechbar und nicht auf das Individuum eingestimmt ist. Es bezieht sich auf Konzepte wie Mangel, Scheitern, fehlende Anerkennung, Übergriffe, Vernachlässigung, Quälerei, bis hin zu mentalem, psychischem und sexuellem Missbrauch. Extreme äußere Abwesenheit führt zu Schock- und Angstzuständen. Der automatische Überlebensmechanismus ist eine innere, innerpsychische Abwesenheit, eine Abspaltung von Teilen des Selbst. Das Konzept der Abwesenheit verdeutlicht die Synchronizität äußerer und innerer Realität und veranschaulicht die nicht erwiderten Bedürfnisse des Selbst. Dieses Verständnis der Entwicklung einer auf massiver Dissoziation basierenden Psychopathologie des Selbst ist im Wesentlichen eine »Theorie des intersubjektiven Feldes«. Da die innere Abwesenheit als Reaktion auf die Abwesenheit des Gegenübers geschaffen worden ist, kommt in der Analyse dem Analytiker die aktive Aufgabe zu, diese zum Leben zu erwecken. Dieser Aufsatz wird die Sprache der Abwesenheit ergründen, also die Spielarten und Auswirkungen solcher Situationen auf die Psyche sowie auf die Beziehung zum Analytiker. Die Sprache der Abwesenheit zu verstehen befähigt den Analytiker, ihre intersubjektive und innerpsychische Präsenz zu erkennen, ein Umfeld zur Verfügung zu stellen, welches ihre Wiederbelebung ermöglicht, und die Todesangst, die erwacht, wenn abgespaltene Selbstzustände durchlebt werden, zu mildern und zu regulieren. Wenn die Abwesenheit anwesend ist, d.h. wenn die traumatische Erfahrung und die abgespaltenen Reaktionen darauf in einer eingestimmten Beziehung durchlebt werden, erhält sie Bedeutung, Versinnbildlichung und Wertigkeit; dies eröffnet die Möglichkeit, Spaltung als Überlebensmodus aufzugeben.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2021, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.