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Angeloch, D. (2012). Sigmund-Freud-Institut: Antisemitismus/Erfahrungen. Spätfolgen der Shoah und Antisemitismus heute. Psyche – Z Psychoanal., 66(12):1227-1231.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(12):1227-1231

Tagungsbericht

Sigmund-Freud-Institut: Antisemitismus/Erfahrungen. Spätfolgen der Shoah und Antisemitismus heute

Dominic Angeloch

»In der Frage des Antisemitismus habe ich wenig Lust, Erklärungen zu suchen, verspüre eine starke Neigung, mich meinen Affekten zu überlassen, und fühle mich in der ganzen unwissenschaftlichen Einstellung bestärkt, daß die Menschen so durchschnittlich und im großen ganzen doch elendes Gesindel sind«, schrieb Freud 1927 an Arnold Zweig (Freud 1968a, S. 11). Und wirklich: Wie soll man wissenschaftlich behandeln, was sich jedem vernünftigen Argument, jeder Erfahrung und jeder kritischen Selbstbesinnung, die nun einmal Voraussetzung für alles Denken sind, hermetisch verschließt? Noch der klarste Gedanke richtet gegen Antisemitismus nichts aus, weil in ihm selbst elementarste logische Regeln außer Kraft gesetzt sind. Und jeder Versuch, ihn zu erklären, läuft unweigerlich Gefahr, zum rationalen Gegenstand zu machen, was nun einmal restlos irrational ist. Am »Gerücht über die Juden« (Adorno) stimmt nicht das Geringste, und doch taten die Deutschen ihr Menschenmöglichstes, um es bestätigt zu sehen und in Gestalt der europäischen Juden physisch auszurotten - ein Versuch, dem keine Aufklärung und keine Wissenschaft Einhalt gebieten konnte, sondern allein die militärische Übermacht der Alliierten. Dies ist der unsagbar bittere Grund jenes Witzes von Woody Allen, in dem ein New Yorker Intellektueller dem anderen auf einer Party erzählt, er habe letztens einen Essay gegen den Antisemitismus geschrieben, worauf der erwidert: »So? Wie schön! Ich bevorzuge Baseballschläger.

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