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Tip: To review The Language of Psycho-Analysis…

PEP-Web Tip of the Day

Prior to searching a specific psychoanalytic concept, you may first want to review The Language of Psycho-Analysis written by Laplanche & Pontalis. You can access it directly by clicking here.

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Buchholz, M.B. (2012). Bohleber, Werner: Was Psychoanalyse heute leistet. Identität und Intersubjektivität, Trauma und Therapie, Gewalt und Gesellschaft. Stuttgart (Klett-Cotta) 2012. 264 Seiten, € 34,95.. Psyche – Z Psychoanal., 66(12):1232-1235.

(2012). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 66(12):1232-1235

Buchbesprechungen

Bohleber, Werner: Was Psychoanalyse heute leistet. Identität und Intersubjektivität, Trauma und Therapie, Gewalt und Gesellschaft. Stuttgart (Klett-Cotta) 2012. 264 Seiten, € 34,95.

Review by:
Michael B. Buchholz

In der Mitte des Buches findet sich ein ergreifendes Beispiel für Bohlebers Arbeitsweise. Er findet eine Deutung, die ihm aus keiner Theorie allein, sondern aus dem resonanten Bezug zu seiner Patientin zugespielt wird: »Ohne weiter darüber nachzudenken, sprach ich sie mit ihrem Vornamen an: »Das ist die kleine, bedürftige Lisa, die um die Liebe ihrer Mutter kämpft und stumm geworden ist.« Mir wurde augenblicklich klar, dass ich nun den Punkt gefunden hatte, den ich mehr oder weniger vorbewusst gesucht hatte: den Punkt, von dem aus ich dieses abgespaltene, dissoziierte, verstummte, bedürftige, angstvolle und kindliche Selbst affektiv erreichen konnte« (S. 162). Da ist kein Analytiker, der auf den steilen Meta-Klippen der Selbstreflexion herumturnt und sich, seine Gegenübertragung immer scharf im Blick, nach oben beamen möchte, um sich zur Superreflexion zu steigern, sondern da ist einer, der auf dem harten Boden klinischer Realitäten weiche Bedürftigkeit entdeckt und sich davon ergreifen lassen kann. Das zieht weniger nach unten, als dass es die tägliche Wahrheit guter analytischer Arbeit ausspricht: Vor dem Begreifen steht das Ergriffensein. Hier spricht einer in warmer Verbundenheit, »ohne weiter darüber nachzudenken«, und ihm wird erst im Nachhinein klar, dass er und was er gesucht hatte. Im Talmud heißt es, die Sehnsucht der Mutter zu stillen sei dieselbe wie der Wunsch des Kindes zu trinken.

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