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Löchel, E. (2018). Ist der Pluralismus wirklich das letzte Wort in der Psychoanalyse? Nicht alle Differenzen sind durch Argumentation auflösbar. Psyche – Z Psychoanal., 72(6):491-497.

(2018). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 72(6):491-497

Ist der Pluralismus wirklich das letzte Wort in der Psychoanalyse? Nicht alle Differenzen sind durch Argumentation auflösbar

Elfriede Löchel

Der Pluralismus in der Psychoanalyse ist auffallend gut dokumentiert. Seine allgemeinen und spezifischen Ursachen sind mehrfach beschrieben worden (Wallerstein 1988, 2004, 2006; Schafer 1990; Kernberg 1993; Bergmann 2004; Green 2004; Dreher 2007; Küchenhoff 2010; Leuzinger-Bohleber 2010). Die Geschichte der Abweichungen, Spaltungen, Verwerfungen ist nicht weniger gründlich aufgezeichnet als die der entgegengesetzten Bestrebungen, des Ringens um »common ground«, Konvergenz und Integration (Sandler 1983; Wallerstein 1990; Bohleber 2007; Tuckett 2007; Bohleber et al. 2013, 2016). Man könnte den Eindruck gewinnen, alles sei schon gesagt. Was könnte man dem in Kürze - außer einem subjektiven Blick - noch hinzufügen?

Zunächst fällt mir - bei der Lektüre ebenso wie in Gesprächen mit Kollegen - auf, dass die Vielzahl der psychoanalytischen Ansätze zumeist als Stein des Anstoßes gesehen wird, etwas, das man irgendwie handhaben muss, und nicht etwa als Feier der Vielfalt und Vielstimmigkeit, wie Roy Schafer (1990, S. 52) einmal vorschlug. So sehr die Abkehr von dogmatischen Positionen und Autoritätsgläubigkeit immer wieder begrüßt wird, so sehr werden Beliebigkeit und Verlust von Standards gefürchtet. Der Pluralismus steht im Verdacht der Vermeidung von Konflikt, Auseinandersetzung, Bewertung. Zugleich erscheint er als Zustand babylonischer Sprachverwirrung: In jedem Institut, und erst recht auf internationaler Ebene, kann man die Erfahrung machen, dass Analytiker zwar gleichlautende Begriffe verwenden, um sich untereinander zu verständigen, aber bisweilen sehr Unterschiedliches damit meinen.

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