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Zwiebel, R. (2018). Einige Anmerkungen zur Vielstimmigkeit in der Psychoanalyse. Psyche – Z Psychoanal., 72(6):504-509.

(2018). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 72(6):504-509

Einige Anmerkungen zur Vielstimmigkeit in der Psychoanalyse

Ralf Zwiebel

Es ist immer wieder fruchtbar, an Freuds bekannte Bestimmung der Psychoanalyse zu erinnern: Psychoanalyse ist danach eine Methode zur Untersuchung unbewusster Prozesse, eine Behandlungsmethode von seelischen Störungen und eine allgemeine wissenschaftlich fundierte Psychologie (Freud 1923a). Diese drei selbstverständlich miteinander verbundenen Kontexte werden in der modernen Psychoanalyse als plural anzusehen sein: es werden verschiedene Konzepte des Unbewussten diskutiert (das dynamische, das emotionale, das resonante, das relationale Unbewusste), bei der Behandlungsmethode gibt es unterschiedliche Gewichtungen der bipolaren Spannung von »Forschen und Heilen« (Psychoanalyse als Standardmethode und die verschiedenen Modifikationen etwa als psychodynamische Psychotherapie), und als allgemeine Psychologie geht es um Fragen der Rolle der Sexualität, des Narzissmus, der Beziehung von innerer und äußerer Realität, der Träume, der Rolle des Traumas, der unbewussten Phantasie etc. (siehe dazu auch die Arbeiten zu psychoanalytischen Kernkonzepten: Salomonsson et al. 2011; Bohleber et al. 2016). Mit dieser knappen Überlegung ist man sofort in einem komplexen Feld von Übereinstimmungen (wenn auch eher allgemeiner Art) und Differenzen, die oft sehr spezifisch sind, aber grundsätzlich kaum in Frage zu stellen sind.

Hilfreich könnte in dieser Situation die Unterscheidung zwischen einer gleichsam öffentlichen oder offiziellen Psychoanalyse, wie sie sich beispielsweise in den Schriften, in Diskussionen auf Tagungen, in Falldiskussionen und in Anwendungsbereichen wie der Kunstpsychoanalyse realisiert, und dem Ort, an dem Psychoanalyse praktiziert wird, also der psychoanalytischen Situation.

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