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Adam-Lauterbach, D. (2018). Reich, Günter & Boetticher, Antje von: Hungern, um zu leben - die Paradoxie der Magersucht. Psychodynamische und familientherapeutische Konzepte. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2017. 216 Seiten, € 22,90.. Psyche – Z Psychoanal., 72(8):686-689.

(2018). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 72(8):686-689

Reich, Günter & Boetticher, Antje von: Hungern, um zu leben - die Paradoxie der Magersucht. Psychodynamische und familientherapeutische Konzepte. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2017. 216 Seiten, € 22,90.

Review by:
Dorothee Adam-Lauterbach

Hungern, um zu leben - dieser Titel vermittelt eindrücklich die Schwere der anorektischen Erkrankung und das Ringen der Betroffenen nach Veränderung und Entwicklung. Der Titel weist aber auch auf das tiefe Verständnis und den lebendigen Zugang hin, mit dem die Autoren, der Psychoanalytiker, Paar-, Familien-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Günter Reich und die Psychoanalytikerin und Paar- und Familientherapeutin Antje von Boet ticher, der Herausforderung der Behandlung der anorektischen Erkrankung begegnen. Einleitend wird vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrungen der Autoren in der Ambulanz für Familientherapie und Essstörungen der Universitätsmedizin Göttingen auf die Komplexität dieser lebensbedrohlichen Störung hingewiesen und eine einseitige Fokussierung auf psychodynamische Zusammenhänge als Erklärung relativiert. Biologische Aspekte und die Eigendynamik der Erkrankung werden als Faktoren benannt, die die Anorexie, jenseits ihrer psychischen Bedingtheit, als komplexes und mitunter schwer zu beeinflussendes Geschehen verorten. Gerade diese Haltung der Autoren, nicht den Anspruch zu verfolgen, ein kausales Konzept der Anorexie vorzulegen, entlastet und macht Mut für deren Behandlung, ein Anliegen, was Reich und von Boetticher mit diesem Buch u.a. verfolgen. Dem Leser wird ein breiter Zugang der sozialen, kulturellen, entwicklungspsychologischen und familialen Bedingungszusammenhängen ermöglicht und es werden Wege in Einzel-, Familien- und Paartherapie aufgezeigt, die häufig vorkommende, aber trotz ihrer Auffälligkeit »unterdiagnostizierte« Erkrankung erfolgreich zu behandeln.

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