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Gekle, H. (2018). Don Quichotterien: Ernst Blochs »Noch-nicht-Bewusstes« als metaphysische Ödipuserweiterungen. Psyche – Z Psychoanal., 72(11):897-924.

(2018). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 72(11):897-924

Don Quichotterien: Ernst Blochs »Noch-nicht-Bewusstes« als metaphysische Ödipuserweiterungen

Hanna Gekle

Ernst Blochs Philosophie lässt sich als systematische Ausarbeitung seiner Entdeckung eines »Noch-nicht-Bewussten« auffassen. Diesen Gedanken stellt er von Anfang an dem Verdrängten entgegen. Er tritt damit auf eine neue Weise in das traditionelle Problem der Philosophie, die nach Selbsterkenntnis strebt, ein: nicht als fertiger Denker, sondern als einer, der sich über seinen Werdegang Rechenschaft abzulegen sucht. Auf der Suche nach einer neuen Form des Bewusstseins trifft er auch auf das Andere der Vernunft. In seiner Auseinandersetzung mit Don Quichotte sucht er nicht nur die Abgrenzung vom Wahn, sondern auch dessen Wahrheit, gar sein kreatives Potential für seine Philosophie fruchtbar zu machen. Seine Erweiterung des Ödipalen in Phantasien der Natur beschreibt einen theoretischen wie auch praktischen Kampf mit den Frühformen des Ödipuskomplexes, die ihn zum Schriftsteller und Philosophen werden lassen. Mit dem Konzept der Verwerfung lässt sich jener existentielle Moment bestimmen, in dem in der Wirklichkeit und als Wirklichkeit auftaucht, was das Subjekt weder verdrängt noch projiziert, sondern, in der Freud'schen Formulierung, »verworfen« hatte - als Resultat einer energischen Weigerung, den verpönten Anteil ins Ich zu integrieren. Dessen Rückkehr aus der Außenwelt konfrontiert das Subjekt tatsächlich mit etwas »Noch-nicht-Bewusstem«.

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