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Ferenezi, S. (1912). I. Zur Begriffsbestimmung der Introjektion. Zentralblatt für Psychoanalyse, 2(4):198-200.
  

(1912). Zentralblatt für Psychoanalyse, 2(4):198-200

Mitteilungen

I. Zur Begriffsbestimmung der Introjektion

S. Ferenezi

Dr. A. Maeder bezieht sich in einem, in dieser Zeitschrift veröffentlichten Aufsatze auf meine Arbeit über Introjektion, und indem er diesen Begriff mit dem von ihm vorgeschlagenen Begriffe der Exteriorisation vergleicht, gelangt er zur Schlussfolgerung, dass beide so ziemlich dasselbe bedeuten. Wäre dem wirklich so, so müssten wir uns nunmehr daruber einigen, welcher der beiden Termini fallen zu lassen sei.

Die wiederholte Lektüre beider Aufsätze überzeugte mich aber, dass die Identifizierung beider Begriffe nur infolge missverständlicher Auslegung der in meiner Arbeit entwickelten Idee erfolgen konnte.

Ich beschrieb die Introjektion als Ausdehnung des ursprünglich autoerotischen Interesses auf die Aussenwelt durch Einbeziehung deren Objekte in das Ich. Ich legte das Schwergewicht auf dieses „Einbeziehen” und wollte damit andeuten, dass ich jede Objektliebe (oder Übertragung), beim Normalen sowohl als auch beim Neurotiker (natürlich auch beim Paranoischen, insoferne er deren fähig ist), als eine Ausweitung des Ich's, d. h. als Introjektion auffasse.

Im Grunde genommen kann der Mensch eben nur sich selbst lieben; liebt er ein Objekt, so nimmt er es in sein Ich auf. Gleichwie die arme Fischersfrau im Märchen, der infolge einer Verwünschung die Wurst an die Nase angewachsen ist, deren Berührung wie die der eigenen Haut verspürt und sich gegen das Abschneiden des unliebsamen Auswuchses energisch wehren muss: so spüren wir alles Leid, das den von uns geliebten Objekten angetan wird als unser eigenes. Solches Anwachsen, solche Einbeziehung des geliebten Objektes in das Ich nannte ich Introjektion.

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