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Spielrein, S. (1913). I. Beiträge zur Kenntnis der kindlichen Seele. Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(2):57-72.

(1913). Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(2):57-72

Originalarbeiten

I. Beiträge zur Kenntnis der kindlichen Seele

S. Spielrein

Die grossartige Lehre der Psychoanalyse braucht, namentlich aus der Kinderpsychologie, zahlreiche leichtfassliche Beweise. Deshalb möchte ich hier drei Fälle anführen, zwei Knaben und ein Mädchen betreffend. Die Mädchenanalyse ist Selbstbeobachtung und als solche relativ vollständig. Beim ersten Knaben musste ich mich aus Rücksicht auf seine Mutter mit dem Bruchstück begnügen, welches den Zusammenhang von Angst und sexuellen Vorstellungen zeigt, beim zweiten war es das zarte Alter, welches die Analyse erschwerte: der Kleine konnte kein Interesse daran haben, uns irgendwelche Auskunft zu geben. Allen drei Kindern gemeinsam ist die Abstammung aus „vornehmem Hause” mit entsprechender „guter Erziehung”.

1. Mädchenanalyse

Meine Eltern, eigentlich die Mutter, waren stolz auf die „Reinheit” und „Naivität” ihrer Tochter; auch meine Kolleginnen wollten mich nicht durch Aufklärungen „beschmutzen”. Im Gymnasium wurde aus Rücksicht auf gute Erziehung die Befruchtung bei Tieren aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht eliminiert. Am Ende gefiel ich mir selbst in meiner „Unschuld” und hatte eine gewisse Scheu durch die Erkenntnis, verunreinigt zu werden. So kam es, dass ich erst bei meinem Eintritt in die Universität aus den Vorlesungen über Zoologie von sexuellen Dingen was erfahren habe.

In den klinischen Semestern habe ich die vielen Anfängern bekannte Angst vor Krankheiten durchgemacht, es fiel mir aber auf, dass meine Angst etwas Spezifisches an sich hatte: ich hatte bloss vor einigen Infektionskrankheiten Angst, die ich personifizierte. So war z. B. die Pest in meiner Vorstellung eine dunkle Gestalt mit rotglühenden Augen usw. Ich wusste, dass diese Art Angst noch aus meiner Kindheit stammt. Bis 6–7 Jahren hatte ich „vor keinem Teufel” Angst. Ich war stets meinem Bruder als Beispiel der Tapferkeit gegenübergestellt und dieses nützte ich aus, indem ich über den Bruder spottete, ihn durch Aufspringen aus dem dunklen Versteck oder durch Erzählen von Schauergeschichten schreckte.

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