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Klebinder, L. (1913). VI. Über den Ursprung der Familie. Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(6-7):321-326.

(1913). Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(6-7):321-326

VI. Über den Ursprung der Familie

Ludwig Klebinder

Keine der Behauptungen Freud's hat eine erbittertere Zurückweisung in den Kreisen der Gegner gefunden als jene Stelle seiner „Sexualtheorie”, welche die sexuellen Liebesneigungen des Kindes zu seinen Eltern und Geschwistern postuliert. Und gerade dieses, mit dem grossen Banne belegte Thema der inzestuösen Liebe ist häufig der Kernpunkt aller Konflikte in der Seele des Neurotikers.

Freud hat nun in einem ganz ausgezeichneten Aufsatze über einen Parallelismus im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker berichtet, und eben darum scheint es mir von besonderem Werte, als weiteren Beitrag zu dieser hochwichtigen Entdeckung hier einige Stellen aus August Bebel's Buche „Die Frau und der Sozialismus” wiederzugeben, welche deutlich zeigen, wie der Glaube an die „ewig so dagewesene” Ehe- und Familienform unserer Zeit lediglich und nichts als eine Fiktion ist.

Auch der Psychotherapeut kann aus diesen Untersuchungen manch Wertvolles für seinen Beruf entnehmen, denn es dünkt mir nicht gleichgültig, wenn dem, nicht selten mit einem ganz besonders feinfühlenden Seelenapparat ausgestatteten, neurotischen Patienten gezeigt werden kann, wie gerade der von ihm als tief verwerflich empfundene Trieb mächtig in längst vergangener Völker Sitten wurzelt und wie gerade hier Goethe's Worte über das Schicksal so tiefe Weisheit kunden:

„Ihr führt ins Leben uns hinein,

Ihr lasst den Armen schuldig werden,

Dann überlasst ihr ihn der Pein….

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