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Fischl, E. (1913). Die Maus als Symbol der Seele. Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(6-7):359-360.
  

(1913). Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(6-7):359-360

Varia

Die Maus als Symbol der Seele

Erwin Fischl

Dr. Wilhelm Stekel veröffentlicht in seinem jüngst erschienenen Werke: „Die Träume der Dichter” (Verlag J. F. Bergmann, Wiesbaden 1912) auch die ihm vom Lyriker Viktor Blüthgen übergegebenen Darlegungen. In diesen heisst es u. a.: „Ich erinnere mich keiner sogenannten Wahrträume, träume fast nie von Tageseindrücken und mir nahestehenden Personen. So habe ich meinen Vater nur einmal im Traume gesehen, und da war er eine Maus, die aus einem Loche in der Stadtmauer kam, auf einem Holunderbusch sass und mit mir plauderte, leise und melancholisch.” Diesen Traum deutet Stekel in folgender Weise: „…. Ferner die wunderbare Vorstellung des Vaters als Maus, der aus einem Loche kommt. Dieses Bild ist nicht schwer zu erklären. Ein toter Mensch ist ja nach dem Sprachgebrauch mausetot. Die Charakteristik des Toten als Maus gibt zugleich die Gewissheit, dass er sicher tot ist. Dann steckt ja der Tote in einem Loche in der Erde. Die Friedhofsmauer ist vielleicht — ich sage vielleicht —durch die Stadtmauer ersetzt.”

Mit dem Hinweise auf Dr. Stekel's Worte in seiner Vorrede zu dem genannten Werke, „dass manches andere Erklärungsmöglichkeiten zulässt” und „sich in den meisten Fällen mehrere Wahrheiten ganz gut nebeneinander vertragen”, erlaube ich mir meine Erklärung für das Erscheinen der Maus in Blüthgens Traum zu geben: Der Volksaberglaube gibt der Seele des Dahingeschiedenen die Gestalt einer Maus.

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