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Stekel (1913). Richard Thurnwald, Forschungen auf den Salomo-Inseln und dem Bismarck-Archipel. Band I. Lieder und Sagen aus Buin. Mit einem Anhang: Die Musik auf den Salomo-Inseln von E. M. v. Hornbostel. Verlag Dietrich Reimer. (Ernst Vohsen. Berlin 1912.). Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(8-9):455.
    

(1913). Zentralblatt für Psychoanalyse, 3(8-9):455

Richard Thurnwald, Forschungen auf den Salomo-Inseln und dem Bismarck-Archipel. Band I. Lieder und Sagen aus Buin. Mit einem Anhang: Die Musik auf den Salomo-Inseln von E. M. v. Hornbostel. Verlag Dietrich Reimer. (Ernst Vohsen. Berlin 1912.)

Review by:
Stekel

Verfasser hat mit diesem Buche eine mustergültige ethnologische und psychologische Arbeit geleistet. Er hat mit grossem Fleisse, mit Liebe und Ausdauer die verschiedenen Lieder der Eingeborenen gesammelt, sie gesichtet, bringt sie in ausgezeichneter Übersetzung (aber auch wörtlich) und versieht jedes Lied mit einem ausführlichen Kommentare. Die Lieder sind nach ihrer psychologischen Zusammengehörigkeit geordnet, so z. B. die „Sehnsuchtslieder”, „die politischen Lieder”, „Freundschaftslieder”, „Eheleben”, „Klatsch, Schmähungen, Überdruss”, „Pflanzen und Tiere”, „Tod und Krankheit” um nur einige Gruppen hervorzuheben. Dadurch bekommen wir einen tiefen Einblick in das Seelenleben eines Naturvolkes. Auffallend ist mir der Mangel seelischer Beziehungen im Liebensleben, wie er sich in den Liebesliedern ausdrückt. Dagegen wird die Physis unterstrichen und die stehende Phrase der Eingeborenen lautet: Dein Leib ist, wie …. und nun folgen Bilder, die an Buntheit und Reichtum nichts zu wünschen übrig lassen. Für den psychoanalytisch geschulten Leser zeigen die Gedichte eine Fülle von Symbolen, welche unsere aus der Traumforschung bekannten Resultate über sexuelle Symbolik glänzend bestätigen. Wir behalten uns vor, unter den „Varia” verschiedene Proben aus diesem so anregenden jedem Psychologen warm empfohlenen Werke zu bringen und publiziere hier nurein kleines Liedchen, das sich des „Liebhabers Rene” betitelt. „Wenn, Glimmspan, du dies Lied vernimmst, — so zürne nicht in deiner Rede! — Ich Prachtbaum, klage um das Amulett, — das Faulige du an dich nahmst — als er der Faulige dein Gatte zurückgekehrt, — Du Glimmstumpf, dein Leib er ist — im Süden dort die Riesenmuschel, die ihre Schalen aufgespreitzt — Du Glimmstumpf, es ist dein Leib die Truhe — die Rimie mit dem Schlüssel sperrte auf — Da hab ich Stengel, grüner Papagei — mich drob entsetzt. — Du morsches Holz du fauliges, — dein Leib er ist — am Himmel drauf der Regenbogen — wie der begann mit Regen uns zu spritzen.” Man beachte die weiblichen Symbole, Muschel, Truhe, Holz, die männlichen Baum, Schlüssel, Stengel, Vogel.

Stekel.

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