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Fromm-Reichmann, F. (1929). Psychoanalytische Trieblehre. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 3(8-9):266-268.

(1929). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 3(8-9):266-268

Psychoanalytische Trieblehre

Frieda Fromm-Reichmann

Meine Damen und Herren! Es ist Ihnen bekannt, daß die Psychoanalyse den bewußten Seelentätigkeiten des Menschen nicht jene entscheidende Bedeutung für das psychische Leben zubilligt, die ihnen sonst von der reinen und angewandten psychologischen Wissenschaft eingeräumt wird; vielmehr gelangte die Psychoanalyse, wie Sie wissen, auf Grund der Erforschung vieler normaler und pathologischer seelischer Leistungen, die früher teils unbeachtet, teils unverständlich blieben, zu der grundlegenden Erkenntnis, daß der Aufbau und die Gestaltung des Seelenlebens entscheidend bestimmt sei durch die Existenz unbewußter Triebregungen und durch deren dynamische Beziehungen untereinander und zu den bewußten Seelentätigkeiten; und zwar so, daß das Bewußtsein phylogenetisch und ontogenetisch eine durch den Druck der extrapsychischen Realität bedingte Differenzierung des ursprünglich als unbewußt gedachten Seelenganzen sei.

Daraus ergibt sich eine weitere These der psychoanalytischen Lehre, daß nämlich der Aufbau der ganzen Persönlichkeit und die Bildung des menschlichen Charakters nicht allein und nicht in erster Linie abhängig ist vom Entwicklungsgang und den Leistungen des Bewußtseins, sondern daß umgekehrt die generelle und individuelle Entwicklung als eine Komponente des Seelenlebens mitbestimmt ist von seinen Triebanlagen und Triebschicksalen.

Wegen der Bedeutung, die demnach der Lehre von den Trieben für die psychoanalytische Forschung als solche und für ihre Anwendung auf andere Wissensgebiete zukommt, haben wir (wie Sie in der Voranzeige unserer Kurse lesen) in dieser ersten Arbeitsperiode unseres Instituts, die ja im wesentlichen der Einführung in die verschiedenen Zweige der psychoanalytischen Wissenschaft dienen soll, einen Kursus über die psychoanalytische Trieblehre vorgesehen, der neben dem von Dr.

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