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Seheulen, C. (1931). Kindliche Anteilnahme an einer Schwangerschaft. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 5(2-3):113-115.
  

(1931). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 5(2-3):113-115

Kindliche Anteilnahme an einer Schwangerschaft

Crista Seheulen

Die hochschwangere Tante Gerda kam zu Besuch. Sie fürchtete, von ihrem abgelegenen Wohnort aus nicht zeitig zur Entbindung in der Klinik zu sein und verbrachte deshalb die Tage bis zur Einlieferimg bei uns.

Sie litt an Vorwehen; sie verbarg ihren Zustand ängstlich vor der vierjährigen Erika. Erika hat eine Schwangere zum letztenmal vor zwei Jahren im Hause gesehen, stellte damals diesbezügliche Fragen und wurde soweit wie nötig aufgeklärt. Sie gab sich damit zufrieden und kam nicht wieder darauf zurück.

Jetzt betrachtete sie die Tante mit brennendem Interesse. Der Mann der Tante ist Erikas Lieblingsonkel. Als Junggeselle beschäftigte er sich viel und herzlich mit ihr; als er seinen ersten Besuch mit seiner Braut machte, weinte Erika vor Eifersucht und versuchte alles, um das Brautpaar wenigstens räumlich im Zimmer von einander zu trennen. Bei späteren Besuchen verhielt sie sich ruhiger, blieb aber der neuen Tante gegenüber von hartnäckiger Ablehnung. Seit einigen Monaten weiß sie, daß die Verwandten sich ein Kindchen wünschen. “Du hast doch mit Onkel Ludwig genug; du brauchst doch keinen kleinen Ludwig dazu”, sagte sie zu ihrer Tante. Dann sah sie, daß ihre eigene Babywäsche den Verwandten geschickt wurde. Sie fragte nicht und ließ sich auf kein Gespräch ein; still ging sie aus dem Zimmer. Nach wie vor liebte sie den Onkel und lehnte die Tante ah.

Bei dem letzten Besuch nun war Erika wie ausgewechselt. Sie verließ die Schwangere nur notgedrungen; war sehr herzlich, zuweilen auch zärtlich. Sie schleppte all ihre Puppen herbei und spielte Besuch.

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