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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Fenichel, O. (1936). Die schwarze Köchin. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(2):103-105.

(1936). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(2):103-105

Die schwarze Köchin

Otto Fenichel

Die Angst einer Patientin vor dem Kinderspiel „Ist die schwarze Köchin da?” gab Anlaß, über den unbewußten Sinn dieses Spieles ein wenig nachzudenken.

Ich kennen die Verse dieses Spieles in zwei Varianten. Die Kinder singen entweder:

„Ist die schwarze Köchin da?

Nein, nein, nein.

Dreimal muß sie rummarschiern,

Das vierte Mal den Kopf verliern,

Das fünfte Mal kommst mit!”

oder:

„Ist die schwarze Köchin da?

Nein, nein, nein.

Dreimal muß sie rummarschiern,

Das vierte Mal den Kopf verliern,

Das fünfte Mal mußt sagen:

Du bist schön, du bist schön, du die Allerschönste.”

Dabei werden die Kinder nach Art der Abzählreime „ausgezählt”, und das Kind, auf das „kommst mit” oder „die Allerschönste” fällt, scheidet aus. Dann wird der Vers wiederholt, bis nur mehr ein einziges Kind übrig bleibt, Dieses ist die „schwarze Köchin”, die mit dem Vers

„Ist die schwarze Köchin da?”

Ja, ja, ja.

Da ist sie ja, da ist sie ja,

Pfui, pfui, pfui!”

verspottet wird.

Das Spiel erinner an das bekanntere vom „schwarzen Peter.”

Unter den Kindern wird durch ein besonderes Zeremoniell eines ausgesucht, das dafür, daß das Los es trifft, verlacht wird. Es gibt genug Indizien dafür daß das verlachen nur ein abgeschwächter Ausdruck für etwas Schlimmeres ist. Der „schwarze Peter” wird mit Schmutz verschmiert (und auch die „schwarze Köchin” ist wie er „schwarz”), bei anderen ähnlichen Spielen wird das vom Los bezeichnete Kind in die Hölle geschickt. Es kann also kein Zweifel sein: es handelt sich hier um „Ordal”-Spiele. Aus einer Anzahl von Anwesenden wird einer, der bestraft werden soll, durch eine Art Gottesgericht ausgesucht.

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