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Sterba, R. (1936). Kurt Schneider: Die psychopathischen Persönlichkeiten. Deuticke, Leipzig-Wien 1934.. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(2):135-136.

(1936). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(2):135-136

Kurt Schneider: Die psychopathischen Persönlichkeiten. Deuticke, Leipzig-Wien 1934.

Review by:
Richard Sterba

Dem eigentlichen Thema ist eine sorgfältige Untersuchung des Normbegriffes vorangestellt, die in die vorsichtige Formulierung ausläuft: „Psychopathische Persönlichkeiten sind solche abnorme Persönlichkeiten, die an ihrer Abnormität leiden oder unter deren Abnormität die Gesellschaft leidet. Diese Abgrenzung geschieht lediglich aus praktischen Gründen und ist willkürlich.”

Zunächst werden die körperlichen Grundlagen der psychopathischen Persönlichkeit untersucht; Hirnlokalisation und Psychopathie werden dabei mit Recht sehr locker verbunden gedacht: „Im übrigen wird man sich, falls man überhaupt den Ansatz der Frage erkenntniskritisch für erlaubt hält die psychopathische Persönlichkeit, wie jede andere auch, in der gesamten Körperkonstitution verankert denken müssen. Gehirn, vegetatives Nervensystem und endokrines System dürften dabei im Widerspiel mit letzten Endes jedem Organ eine besonders wichtige Rolle spielen.” Die Frage, ob Psychopathen krankhafte Persönlichkeiten seien, wird aber letzten Endes merkwürdigerweise verneint, und zwar aus praktisch-forensischen Gründen, weil sonst der Psychopath exkulpiert werden müßte(!).

Der wichtigste Abschnitt des Buches gilt der Typologie der Psychopathien, wobei eine außerordentlich sorgfältige Übersicht über die bisherige Literature der Psychopathien gegeben wird. Schließlich bekennt sich der Verfasser zu einer systemlosen Typologie, die nach „groben Orientierungspunkten” vorgenommen wird. Die Einteilung erfolgt schließlich in zehn Grundtypen nämlich in

hyperthymische Psychopathen
depressive
selbstunsichere
fanatische
geltungsbedürftige
stimmungslabile
explosive
gemütlose
willenlose
asthenische

die ihrerseits Unterteilungen erfahren.

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