Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To quickly go to the Table of Volumes from any article…

PEP-Web Tip of the Day

To quickly go to the Table of Volumes from any article, click on the banner for the journal at the top of the article.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

B., P. (1936). A. M. Smits-Jenart: Le Système Pédagogique de Winnetka. (Das pädagogische System von Winnetka.) Documents pédotechniques publiés par la Société Belgea de Pédotechnie avec la collaboration de l'Institut J. J. Rousseau, de Genève. Bruxelles 1934.. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(3):212-213.

(1936). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(3):212-213

A. M. Smits-Jenart: Le Système Pédagogique de Winnetka. (Das pädagogische System von Winnetka.) Documents pédotechniques publiés par la Société Belgea de Pédotechnie avec la collaboration de l'Institut J. J. Rousseau, de Genève. Bruxelles 1934.

Review by:
P. B.

Winnetka ist ein Villenvorort Chicagos. Dort hat sich seit etwa 20 Jahren ein System „Neuer Erziehung” durchgesetzt; an einigen hundert anderen Orten, meist Amerikas, sind Methoden und Materialien Winnetkas gegenwärtig eingeführt.

Jedes Kind trotz der Gruppenbildung durch die Schule individuell zu unterrichten, ist der Kerngedanke des Winnetka-Systems. Kein Schüler soll schneller, als er fassen kann, zur Aufnahme des Stoffes gezwungen werden, kein Begabter soll warten müssen, bis der Durchschnitt der Klasse ihn erreicht hat. Diesem zentralen Stück Theorie sind eine Menge didaktischer Einzelmethoden untergeordnet, teilweise fein und natürlich wirkende, manche dem Fernstehenden etwas erkünstelt, gezwungen erscheinend. Sie alle sind aber nicht das Wesentliche, die didaktischen Methoden wechseln auch noch immer in den Winnetkaschulen, werden immer wieder versuchsweise gegen andre eingetauscht. Unverändert dagegen bleibt das Ziel der individuellen Lernmethoden und notwendigerweise auch die große Bedeutung, die dabei dem Lernmaterial und den Prüfungstests zukommt. Solche Materialien und Tests sind für sämtliche Gegenstände der ersten acht Schuljahre in für europäische Verhältnisse kaum glaublicher Menge hergestellt worden. Der Lehrer hat im allgemeinen nur die Stellung eines Wegweisenden, Beobachters und Zielrichters. Nur wenn sich Schwierigkeiten dem Fortschritt entgegenstellen, hilft er in der altüblichen Weise nach. Das Zeugnis, das er dem Schüler ausstellt, besteht in der Anzeichnung derjenigen Punkte auf dem Unterrichtsprogramm, über die ein gelungener Test abgelegt wurde. Neben dem obligaten Lehrstoff, der ohne strenge Jahreseinteilung in den Klassen individuell erarbeitet wird, lernen die Kinder zahlreiche Gegenstände freiwillig in „vertikalen” Kursen, die von Kindern verschiedenen Alters je nach Interesse und Fähigkeiten besucht werden.

Zum Winnetka-System gehört aber nach dem vorliegenden Bericht nicht minder wesentlich als die bis zum äußersten individualisierte Lernmethode noch eine Entfaltung gesellschaftlicher Aktivität durch die Kinder, der man viel Schulzeit einzuräumen bereit ist.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.