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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Bornstein, B. (1936). Ein Beispiel für die Leugnung durch die Phantasie. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(4-5):269-275.

(1936). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(4-5):269-275

Ein Beispiel für die Leugnung durch die Phantasie

Berta Bornstein

Das folgende Beispiel für einen der Abwehrmechanismen, die Anna Freud in ihrem Buche beschrieben hat, nämlich für die Abwehr durch die Leugnung in der Phantasie, scheint uns für den Pädagogen von Interesse, weil dieser Mechanismus bei so vielen Kindern sowohl in der frühen Kindheit als auch im späteren Lebensalter eine wichtige Rolle spielt.

In der frühen Kindheit finden wir ihn in der normalen Entwicklung, wo er aber noch in späteren Jahren gehäuft auftritt, kann er als Anzeichen für eine schwere Störung gelten. Der ständige Gebrauch von Abwehrmechanismen gibt dem ganzen Charakter das Gepräge.

So war bei einem siebenjährigen Patienten das Charakterbild durch den Mechanismus der Leugnung in durchgreifender Weise bestimmt worden. Der kleine Patient war Pazifist; in einer rauflustigen Bubenklasse wehrte er sich energisch gegen die Bildung von Parteien und war so als Einzelgänger dem Spott der anderen Kinder ausgesetzt. Er war ein friedliches Kind, das keine Ansprüche an die Außenwelt zu stellen schien, groß in asketischer Selbstverleugnung.

In der Analyse erzählte er in bagatellisierendem Ton von den Raufereien in der Schule und gab vor, gegen die Stöße und Schläge der anderen Kinder unempfindlich zu sein. Nur die aufsteigenden Tränen, die so wenig zu seiner prahlerischen Art und zu seinem Auflachen paßten, verrieten, daß hinter der pazifistischen Überzeugung Angst und Schmerz verborgen waren.

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