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Mänchen, A. (1936). Denkhemmung und Aggression aus Kastrationsangst. Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(4-5):276-299.

(1936). Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik, 10(4-5):276-299

Denkhemmung und Aggression aus Kastrationsangst

Anna Mänchen

Richard kam im Alter von 7¾ Jahren mit folgenden Symptomen in die analytische Behandlung: Er war unfähig, den Ansprüchen, die die Schule an ihn stellte, auch nur im bescheidensten Maße nachzukommen. Nach fünfviertel Jahren Unterricht, erst in einer öffentlichen, dann in einer Privatschule, dazu noch von einer verständigen Pädagogin im Hausunterricht betreut, war er kaum über die ersten Anfänge des Lesens und Schreibens hinausgekommen. Daß sich Buchstaben zu Worte fügen lassen, war etwas, was zu fassen ihm nicht gelingen wollte. Als er zu mir kam, stolperte er beim Lesen noch über die alltäglichsten Worte. Ganz simple Rechnungen machten ihm die größten Schwierigkeiten. Er hatte keinen Begriff von Zahlen, wie er überhaupt vollkommen unfähig war zu abstrahieren. Ebenso konnte er sich auch nichts merken. Wenn er ein Gedicht auswendig lernen sollte, sagte es schon das ganze Haus her, ehe er den ersten Vers behalten hatte. Er schien kaum etwas aufzunehmen. Im Herbst erinnerte er sich nicht mehr einer Reise im Sommer, es schien, er hätte sie mit verschlossenen Sinnen gemacht.

Sein Spiel war ein mechanisches Wiederholen ein und derselben Bewegung. Er war imstande, die längste Zeit, ohne jede Variation, ein Auto hin- und herzuschieben oder ein Spielzeug immer wieder hochzuwerfen. Dabei war er motorisch bis zum Zappeln unruhig.

Seine Aggressivität machte das Zusammensein mit ihm zu Hause und in der Schule schwer erträglich.

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